Am 27. Januar 1945 – vor 75 Jahren – wurde das KZ Auschwitz befreit. Zu diesem Anlass sendete das ZDF zwei Filme – einen Spielfilm und eine Dokumentation:


„Die Kinder von Windermere“

...über einen Ort in England, in dem 300 jüdische Kinder und Jugendliche, die die KZs überlebt hatten, aufgenommen wurden, wo sie zur Ruhe kommen und für ihr weiteres Leben in Freiheit vorbereitet werden konnten. Die allermeisten hatten ihre sämtlichen Familienmitglieder verloren, die von den Nazis in den KZs ermordet worden waren. Sie waren völlig traumatisiert.

Sehr bewegend!

In der Mediathek des Senders sind die beiden Filme noch einige Zeit zu sehen:



1. Die Kinder von Windermere – Der Spielfilm nach Tatsachen

>>Packender Film nach einer wahren Geschichte über 300 Kinder, die den Holocaust überlebt haben und 1945 nach England gebracht werden. Hier wird ihnen Hoffnung auf ein neues Leben gegeben. (FSK 12)
Beitragslänge: 87 min Datum: 27.01.2020 Sprachoptionen: AD - UT
Verfügbarkeit: Video verfügbar bis 24.07.2020, in Deutschland, Österreich, Schweiz <<

https://www.zdf.de/filme/montagskino/die-kinder-von-windermere-102.html

>>Nach ihrer Befreiung aus den Konzentrationslagern werden die jüdischen Kinder an den Lake Windermere gebracht. Der deutsche Psychologe Oscar Friedmann betreut die Kinder dort einen Sommer lang, und sie lernen, mit ihren schlimmen Erfahrungen umzugehen.

Der Film trifft einen durchweg positiven Ton und rückt eine kleine Gruppe 13- bis 17-Jähriger in den Mittelpunkt: Arek Hershlikovicz (Tomasz Studzinski), Ben Helfgott (Pascal Fischer), Ike Alterman (Jakub Sprenger), Sala Feiermann (Anna Maciejewska), Salek Falinower (Jakub Jankiewicz) und Sam Laskier (Marek Wroblewski).

In einer geschützten Umgebung wird den traumatisierten Kindern wieder ein normaler, angstfreier und lebensbejahender Alltag gelehrt. Die Kinder lernen wieder, was es heißt, genug zu essen zu haben und allein in einem Zimmer zu schlafen. Außerdem lernen sie Englisch und bereiten sich mithilfe des einfühlsamen Trainers Jock Lawrence (Iain Glen) auf ein Fußballspiel mit den Einwohnern des Dorfes vor.

Jedoch ist die Vergangenheit immer präsent, und einige erfahren erst in England, dass ihre Familie vollständig ausgelöscht wurde. In Windermere lernen sie wieder, was es heißt, zu leben und wie viel Glück sie hatten, die Schrecken des Lagers zu überstehen.

Zentrale erwachsene Figur ist der Psychologe Oscar Friedmann, gespielt von Thomas Kretschmann, der eine Art Vaterfigur für viele der Jugendlichen wurde und dessen Ziel es war, den jungen Heranwachsenden beim Bewältigen ihrer Erfahrungen zu helfen. <<

(Quelle: ZDF-Mediathek)



2. Die Kinder von Windermere – Die Dokumentation

>>In der Dokumentation zum Film "Die Kinder von Windermere", über Jugendliche, die bei Kriegsende aus KZs der NS-Zeit nach England gebracht wurden, erzählen Überlebende ihre Geschichte.
Beitragslänge: 43 min, Datum: 27.01.2020, Sprachoptionen: UT, Verfügbarkeit:Video verfügbar bis 27.01.2025 <<

https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-history/die-kinder-von-windermere-106.html#autoplay=true

>>"Wir kamen aus der Hölle in den Himmel", erinnert sich Sam Laskier. Er war einer der 300 jungen Juden verschiedenster Nationalitäten, die sich nach der Befreiung der Konzentrationslager durch die Alliierten im englischen Windermere erholen sollten.

In der idyllischen englischen Landschaft rund um den See von Windermere fanden die Kinder eine erste neue Heimat. Mit psychologischer Unterstützung sollten sie lernen, ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten.
Einige der letzten noch Lebenden des Kindertransportes berichten in sehr persönlichen Statements von ihren Erfahrungen. Wie andere, die sein Schicksal teilten, schildert Arek Hersh in der Dokumentation, was der Neuanfang für ihn bedeutete: "Ich begann wieder, mich als ein menschliches Wesen zu fühlen."
Der therapeutische Umgang mit den traumatisierten Kindern beeinflusste die Entwicklung der Kinderpsychologie weltweit. Auch deshalb ging das "Windermere-Projekt" in die Geschichte ein.<<

(Quelle: ZDF-Mediathek)




Thomas Piketty - Das Kapital im 21. Jahrhundert

Die Dokumentation visualisiert das gleichnamige Buch von Thomas Piketty.
Der Wirtschaftswissenschaftler beschäftigt sich mit dem Thema Reichtum und Einkommen in Europa und den USA seit der Französischen Revolution im 18. Jahrhundert. Dabei zeigt er auf, dass Ungleichheit ein Symptom des Kapitalismus ist. Im Film kommen zahlreiche Experten zu Wort und erklären die Kräfte des Kapitals im 21. Jahrhundert.

Der Film dauert fast zwei Stunden, und keine Minute davon ist langweilig.

Anhand zahlreicher Ausschnitte aus Filmen, aus der Werbung, Ausschnitten aus Politikerreden und Comics wird die kapitalistische Wirtschaftstheorie fast spielerisch und höchst unterhaltsam erklärt.

Das Hauptthema ist vor allem die enorme Konzentration des ganz großen Kapitals in wenigen Händen und die Konsequenzen für den sozialen Zusammmenhalt der Bevölkerung.

Man glaubt es kaum - dieser Film mit einem so gewichtigen Thema ist unterhaltsam, und nebenbei lernt man noch eine ganze Menge.
Ein Film über den Literaturbetrieb und über Täuschung bzw Manipulation, trotzdem amüsant und dazu mit schönen Bildern aus der Bretagne

"der unbekannte Roman des Monsieur Picket"