Ich habe jetzt ganz viele Beiträge von Euch gelesen , weil ich eine Antwort auf die Frage suche:
meine Bank bietet mir einen offenen Immobilienfonds an. Wie denkt Ihr über diese Geldanlage? Mein Gefühl findet nicht so die richtige Antwort darauf, die Kosten sind schon enorm und mindestens die ersten zwei Jahre wäre kein Gewinn dabei.
Muß noch dazu sagen, daß meine Entscheidungszeit ob ja oder nein nicht allzu lang ist.
Fonds sind eine gute Entscheidung und bestens für den Anfänger geeignet.

Fonds sind immer ein Durchschnitt und man macht nur durchschnittlichen Gewinn. Dazu kommen Gebühren und Ausgabeaufschläge (AA), was die durchschnittliche Rendite schmälert. 75% der Fonds sind schlechter (geführt) als ein Index.
Ich kaufe fast nur Fonds ohne AA und halte die Anteile selten länger als ein Jahre, weil ich wegen der Kursentwicklung in andere Fonds gebührenfrei umschichte.

Bei den Immobilienfonds gibt es offene und geschlossene Fonds, die z.Z. 2% Rendite haben bei häufig über 5% AA. Bei beiden Fondsarten kann man prinzipell auf die Nase fallen. Es kommt wirklich A) auf die Fondsgesellschaft an und B) welche Immobilien tatsächlich im Fonds enthalten sind. Bei B) gibt es oft sehr schwammige Informationen und den wirklichen Wert der im Fonds enthaltenen Immobilien kann kaum eine Mensch ermitteln, schon gar nicht ein Laie. Ich bin selbst mit EINEM deutschen Immobilienverwalter vor einigen Jahren auf die Nase gefallen, als dieser plötzlich insolvent war. Außerdem lese ich immer wieder, dass wir in Deutschland und in Teilen Europas kurz vor dem Platzen einer Immobilienblase stehen, wodurch der Wert von Immobilien im Moment viel zu hoch sei.

Meine (eine) Meinung ist: Finger weg von Immobilienfonds. Es gibt bessere Anlagen, wie ETF074. Auch diesen würde ich zur Zeit nicht kaufen, weil du kaum Kursgewinne machen kannst. Der Fonds schüttet aber eine jährliche Dividendenrendite von z.Z. 4,1% aus.
Sparpläne in Aktienfonds / ETFs für einen Zeitraum von fünf Jahren halte ich für risikoärmer und vom Gewinn her wesentlich attraktiver.
@Tarantulla

Wichtig!

Ich fände es besser, wenn du den Titel des Forums in:

Was haltet ihr von offenen Immobilien-Fonds?

ändern würdest. Ab Seite zwei kommen dann vielleicht Kommentare, die mit Immobilienfonds nichts mehr gemeinsam haben.
@Tarantulla
das Problem der Fonds ist, dass sie zwar für die Anleger bequem rüberkommen, doch jede Menge versteckter Gebühren haben....
von Immobilienfonds würde ich generell die Finger lassen.....wegen der anhaltenden Niedrigzins-Zeit wird viel gebaut - da kommt die nächste Blase bestimmt.....

alternativ käme der boerse.de-Aktienfond BCDI in Frage.....guck mal bei Boerse.de rein....
ich habe diesen Fond zwar nicht - allerdings einige der defensiven Aktien, die er im Programm hat....
Vielen Dank für Eure guten Tips und Infos.
Nach reiflichem Überlegen hab ich den Fond nicht gekauft und beschäftige mich intensiver mit euren Tips. Wird wohl noch ein bißchen dauern und bei Unklarheiten würde ich gerne nach Eurer Meinung fragen.
Immobilienfonds sind mir suspekt! :mrgreen:

Schon jahrelang halte Ich ausschließlich Fonds und bin bestens zufrieden. Da ich auch hier gesplittet habe, stört mich ein Abfall nicht, dafür steigt der Andere.
Beim Kauf achte auf Gebühren und frage, was für Verwaltungskosten anfallen. Häufiger Kauf und Verkauf macht meine Bank nur reich, deshalb halte ich die meisten Fonds schon lange.
Bei einem, das war mal so eine typische Werbemaßnahme der Bank, war ich unzufrieden und hatte endlich die Geduld verloren.
Nun mit einem Pharma-Fonds ist der Verlust ganz schnell wettgemacht. Schließlich altert Deutschland - das hat Zukunft. :lol:

Also traue der Bank nicht unbedingt, die bewerben ihre Ladenhüter.

Ich schaue bei der INGDIBA die Entwicklung und finde dort einen guten Überblick. Dabei ist mir die Bewertung nicht so bedeutend, die wird auch nur spekulativ gemacht. Schau dir die Entwicklung an und kaufe nicht grade wenn der Fonds hoch steht.
Fonds sind an sich keine schlechte Wahl. Man lässt quasi andere sein Geld vermehren (hoffentlich!). Das kostet natürlich etwas, klar, wer arbeitet für umsonst? Aber auch hier kommt es auf die Wahl an.
Von Immobilienfonds, egal ob offene oder geschlossene, würde ich die Finger lassen. Wie hier schon geschrieben, weiß man nie wirklich, welche Immobilien in dem Fonds enthalten sind, man kann deren Beschaffenheit und Wirtschaftlichkeit auch nicht wirklich umfassend überprüfen. Außerdem fängt der Immobilienmarkt eben an zu kippen, d. h. es ist jetzt jederzeit ein Platzen der sich gebildeten Immobilienblase möglich (ob und wann kann aber keiner voraussagen).
Auch von ETF's würde ich die Finger lassen. Mittlerweile ist soviel Geld in ETF's gebunden, dass sie trendverstärkend wirken können. Das ist vergleichbar mit einem Schiff, auf demm sich alle Passagiere auf eine Seite begeben. Logische Folge: Das Schiff kentert.
Wenn Fonds, dann favorisiere ich aktiv gemanagte Aktienfonds. Ja, die haben höhere Gebühren als ETF-Fonds, aber wenn sie gut ausgewählt sind, können sie den Markt durch klug ausgewählte Werte schlagen. Und Streuung des Kapitals ist wichtig, also nicht alles auf eine Karte setzen, sondern sein Geld auf verschiedene Werte verteilen. Wie Kultii geschrieben hat: Fällt der eine, steigt der andere. Also - informieren, vergleichen und klug auswählen. Das sollte man seinem hart erarbeiteten Geld aber auch schuldig sein.
Sunnie hat geschrieben: Auch von ETF's würde ich die Finger lassen. Mittlerweile ist soviel Geld in ETF's gebunden, dass sie trendverstärkend wirken können. ...
Wenn Fonds, dann favorisiere ich aktiv gemanagte Aktienfonds. Ja, die haben höhere Gebühren als ETF-Fonds, aber wenn sie gut ausgewählt sind, können sie den Markt durch klug ausgewählte Werte schlagen. ... Wie Kultii geschrieben hat: Fällt der eine, steigt der andere. (gemeint ist der Fonds) ...

Jetzt sind wir doch bei "nur Fonds".

Vieles sehe ich auch so, aber drei Sachen doch anders.
1) ETFs und normale Fonds sind gleich trendverstärkend, weils sie beide in Aktien investieren. Einige ETFs sind swap-basierende, da trifft das gar nicht zu. Von swap-basierenden ETF halte ich bis auf Ausnahmen nichts.
2) Wie ich weiter vorn schrieb, sind 75% der normalen Fonds schlechter als der Index. Die klug ausgewählten Fonds sind leider eine extreme Seltenheit und dürften noch schwerer zu finden sein.
3) Wenn Aktien verkauft werden, fallen alle Aktien-Fonds. Börsenregel: "Fällt Butter - fällt Käse!" Die Höhe ist unterschiedlich. Substanzwerte können sich eine Weile gegen den Trend stemmen, aber auch nicht dauerhaft.
Und genau hier wieder kommen die gut gemanagten Aktienfonds ins Spiel. ETF's bilden genau den Index ab, mit all seinen Gewichtungen. Aktive Fondsmanager sind an solche nicht gebunden und haben so die Chance, den Index zu schlagen. Man muss aber klug auswählen, das ist klar. Ein bißchen Mühe muss man sich auch hier machen. Ohne Fleiß kein Preis.
@ Sunny

Beim ETF weis ich, dass ich immer den Index und damit den Durchschnitt bekommen und das bei extrem niedrigen Gebühren zum Teil unter 0,5% p.a.
Es gibt nur 25% gut gemanagte Fonds auch über die Index-Grenzen. Was gestern gestern gut war (an guten Fonds), muss morgen nicht gut sein. Gut gemanagte Fonds haben hohe Gebühren (2% p.a. und mehr) und häufig noch Ausgabeaufschläge (AA) von 3 bis 5%. Da hat es jeder Fondsmanager schwer, einen Index zu schlagen.
Ich bin mal mit einem gut gemanagten Fonds auf die Nase gefallen. Dieser war gut und wurde schlecht. Ich habe damals die Reißleine gezogen und bin in einen anderen Fonds gewechselt. Damals gab es noch keine ETFs. Da es so aussieht, dass jeder ETF-Anbieter seinen Index erstellen kann, findet man jetzt ETFs in fast allen Bereichen.
Ich investiere seit 25 Jahren u.a. in Fonds. Ich kenne keinen langfristig gut gemanagten Fonds, der für mich praktikabel ist, 0,00 € AA hat und den ich gebührenfrei tauschen kann.
Gut gemanagte Fonds sind Prospektangaben, die super klingen, in der Praxis aber sehr deutliche Schwächen zeigen.
@ Sunny

Schreib doch mal ein paar gut gemanagte Fonds mit WKN oder ISIN auf. Da kann man sie sich mal ansehen.
Wer Fonds kauft, den bestraft das Finanzsystem. ETF ausdrücklich ausgenommen. Was macht jemand, der einen gut gemanagten Fond über Jahre führen könnte? Er managt sein eigenes Geld und wird Milliardär. Wenn er es kann, muss er sich mit Kunden rumschlagen?
Risikolos macht er oder Bank aber normal Folgendes: Er startet mehrere Fonds, mit unterschiedlichem Ansatz. Der Fonds-Gewinner wird dann groß in den Anfangsjahren auf Hochglanz herausgebracht und die Menge wird mit Gebühren und Gewinnbeteiligungen anschließend beteiligt und abgezockt. Risikolos. Die wenig erfolgreichen Fonds werden still und heimlich geschlossen.
Es ist wie bei der Spielbank: Spieler setzt auf alle Zahlen. Nun, eine Zahl gewinnt. Und diesen separaten Erfolg hefte ich mir an die Brust, zu Webezwecken.

Felix
cron