Du schreibst u.a.:
ich sehe aber auch, dass die Famillien und die Umfelder sich dauernd weiterentwicklen, weiterverändern und eben auch beeinflusst werden. Dass Vieles schon heute akzeptiert wird was noch vor Jahren nicht möglich war. Somit wird auch das Normale und die Normen bei den Menschen eine grössere Bandbreite erhalten.
Es wird aber auch immer sobleiben, dass Menschen die neues Austesten, gegen Widerstände ankämpfen müssen. Jeder von uns muss sich eben überlegen, wo und für was, er seine Lebensenergie und Lebenszeit einsetzt.
Das macht uns ja auch zu dem Menschen, den wir sind


so ist es.....von Generation zu Generation....
und jede Generation muss mit anderen Problemen fertig werden....

und genau das ist die Stärke unserer Spezies !
denn sonst wären wir nicht da wo wir heute sind - würden vielleicht noch auf den Bäume hocken - oder darunter - und uns in Felle hüllen....

Fluch oder Segen ?.....das ist wieder eine andere Frage....... :wink:
Auch ich beschäftige mich seit geraumer Zeit mit diesem Thema und habe vieles darüber gelesen.
Dabei ist mir aufgefallen : das, was solche Menschen und das Thema an sich dringend brauchen, sind klare Definitionen, um überhaupt ebenso klar ein
weiterführendes kommunizieren und auch ein wirkliches miteinander diskutieren
möglich zu machen.

In Literatur und Medien wird so vieles ständig durcheinander geschwurbelt, vermengt, eigenwillig ausgelegt. Wie will man gescheit diskutieren, wenn jeder etwas anderes meint und sich auf Begriffe bezieht, die vieldeutiger nicht sein können.

Hier im Thread scheint weitgehend Einigkeit zu herrschen, dass über Hochsensibilität im Sinne von Mystischem, Esoterischem gesprochen wird.
Darüber hinaus wird gleichzeitig aber auch Hochsensibilität im Sinne von Empfindlichkeit, und ebenso auch überflutende Gefühle einbezogen.

Das sind schon einige Definitionen der gleichen Sache (aber wirklich der selben Sache?)

In der Öffentlichkeit wird eifrigst und häufig wurschtig Wildwuchs betrieben. Geradezu ein Symbol und Muster für die "Unsensibilität" im Gebrauch von Begriffen. Alles bleibt im vagen, ist irgendwie nicht fassbar :

Da werden z.B. Hochsensibel / Hochbegabt / Hochintelligent u.a.m. nach Belieben synonym in den Raum geworfen. Man kann herrlich damit aneinander
vorbeireden und sich im Verlauf zoffen.

Gestern schaute ich kurz in ein Buch, dessen Autorin das genau so sieht und die deshalb den Begriff "Hocheffizient" bzw. "Menschen mit hocheffizientem Gehirn" vorschlug.

Das könnte sehr gut als Oberbegriff dienen und ist vielleicht die saubere Basis für einen fruchtbaren und zielführenden Umgang damit. Denn hocheffizient sind tatsächlich solche (unsere) Hirne.

Hocheffizient lässt auch eine Neutralität und damit eine Versachlichung zu.
Hochsensible würden dann nicht das negativ besetzte Etikett " Ach das sind ja diese Mimosen / Heulsusen / Schwierigen u.a." verpasst bekommen.

Hocheffizient ließe dann die Abgrenzungen der oben genannten Unterscheidungen zu. Alle wüssten, worüber und was geredet wird.

Ich bin überzeugt, dass genaue Benennungen die Voraussetzung für die
vielfach vermisste Akzeptanz ist.
Und würde auch dem in dem Wort "Akzeptanz" verborgene Wunsch nach Würdigung, Anerkennung, Aufwertung entsprechen.

Wie seht Ihr das? Wie fühlt Ihr den Unterschied, wenn jemand "hocheffizient"
sagt oder "hochsensibel" / "hochbegabt" etc. ?

LG

Sorry, ist etwas lang geworden, aber das soll bei "Hocheffizienten" ja vorkommen :wink:
Soisses hat geschrieben: Auch ich beschäftige mich seit geraumer Zeit mit diesem Thema und habe vieles darüber gelesen.
Dabei ist mir aufgefallen : das, was solche Menschen und das Thema an sich dringend brauchen, sind klare Definitionen, um überhaupt ebenso klar ein
weiterführendes kommunizieren und auch ein wirkliches miteinander diskutieren
möglich zu machen."


Definition ist das Eine, eine Definition zu finden, die "Symptomen und Ausprägungen gerecht wird, eine andere. Nichts ist schwieriger, als abzugrenzen.


[quote]Hier im Thread scheint weitgehend Einigkeit zu herrschen, dass über Hochsensibilität im Sinne von Mystischem, Esoterischem gesprochen wird.
Darüber hinaus wird gleichzeitig aber auch Hochsensibilität im Sinne von Empfindlichkeit, und ebenso auch überflutende Gefühle einbezogen.[/quote]

Das Eine schließt das andere nicht aus. Wer emfindsam ist, bzw. empfindlich dessen Gefühle schießen als Reaktion über.
Ebenso gibt es Berührungspunkte zum Mystischen Esoterischen, oder Spirituellen. (Wobei hier mystisch esoterisch und spirituell eher einer Begriffsklärung bedürfen, um nicht ins Plakative abzugleiten). Manche Sensible sind daher auch oft als Energetiker, Lebensberater bzw. in Berufen, in denen Einfühlsamkeit und Sensibilität von Vorteil sind wie etwa als Künstler tätig.


[quote]Gestern schaute ich kurz in ein Buch, dessen Autorin das genau so sieht und die deshalb den Begriff "Hocheffizient" bzw. "Menschen mit hocheffizientem Gehirn" vorschlug. [/quote]

Die Schwachstelle bei Hocheffizient ist, in Bezug auf was?
Autisten haben hocheffiziente Gehirne als Mathematiker.Manche Politikergehirne arbeiten hocheffizient auf Machtgewinn hin.

Mit vielen Bezeichnungen verhält es sich so, sie sind relativ. Wer sich zofft, will zoffen, und weil es keine absolute Bezeichnung gibt, diskutieren wir halt drüber :)