Ja, lieber Naturverbundener.
"Das Wild, ohnehin ständig gehetzt, vom Straßenverkehr, Wanderer, Bikern, Schifahrern,,,,, kaum mehr Rückzugräume habend. Jetzt wird es noch zusätzlich vom Wolf gehetzt. Toll! Für die Regulierung des Wildbestandes, sorgen ja ohnehin die Jäger und versorgen die Bevölkerung nebenbei mit gesundem Wildbret."

Wild "hetzt" nur dort, wo es gejagt wird. Menschen werden, wegen der Jagd, als potenzielle Todfeinde wahrgenommen..Wie haben hier, in Rhein-Main, gar festgestellt, dass Wildtiere ziemlich gelassen bleiben, wenn Radler auf Waldwegen fahren. Nicht so bei Spaziergängern. n Gegenden, wo nicht gejagt wird, ist das Verhalten des Wildes ein ganz anderes. Das sind Fakten, die Sie ja gerne außer Acht lassen.
In der Lüneburger Heide soll die Jagd drastisch reduziert werden. Dadurch soll dem dortigen Rot- und Rehwild die Scheu vor dem Menschen genommen werden, damit es die natürlichen Refugien, Lichtungen und Waldränder, wieder besiedelt und beobachtet werden kann.

In Deutschland werden im Jahr rund fünf Mio Wildtiere erlegt. Ohne Dunkelziffer! Trotzdem nehmen die Populationen nicht ab! Durch Kirrungen und Winterfütterungen steht Wildtieren mehr Nahrung zur Verfügung als Tieren in der konventionellen Fleischindustrie.Das ist Zucht in großem Stil. Eine natürliche Auslese sieht anders aus. Der Anteil von Nahrung aus Feldfrüchten liegt bei Wildtieren gerade mal bei 7%. Jäger wollen nicht regulieren. Sie können es auch nicht.

Ob Wildbret gesund ist, sei dahin gestellt. Durch Jahrhunderte dauernde Verwendung von Bleimunition - Jäger sträuben sich gegen Verbote - sind unsere Landstriche Verseucht. Tonnen von Bleigeschossen und Schrotkugeln liegen in den Böden. Was Wildtiere fressen kann nicht kontrolliert werden. Teile von Schwarzwild weisen gar erhöhte Strahlenbelastung auf! Selbst bei Rehen ist das nicht auszuschließen. Wer untersucht das? Die Jäger? Wohl kaum. Was geht alles unter der Hand in menschliche Mägen? Prima Geschäft.

Wildfleisch darf lt. EU nicht mal als Biofleisch deklariert werden. Gesund ist etwas anderes. Zudem werden wir auch ohne Wildbret nicht verhungern.
Bitte wirkliche Fakten!!!
translation hat geschrieben: Was ich nicht verstehe ist: Warum greifen die Einheimischen nicht zur Selbsthilfe- schiessen den Wolf ab?


Das wäre natürlich das naheliegendste.
Nur leider ist das streng verboten.
Es ist sogar verboten, die Wölfe zu vergraulen.
Wo eben Unrecht zu Recht wird !!
BilderBerger hat geschrieben:
translation hat geschrieben: Was ich nicht verstehe ist: Warum greifen die Einheimischen nicht zur Selbsthilfe- schiessen den Wolf ab?

Zur Sache, Schätzchen: "Das wird böös enden."

https://www.lieder-archiv.de/das_jenner ... 00192.html



Ich frag mich eher, warum so eine Alm unbewacht gelassen wird.



Ja vielleicht sollten zwei Dutzend Wolfenthusiasten im Vierschichtbetrieb, ein riesiges Almengebiet lückenlos überwachen. Da würde Ihnen die Liebe zum Wolf schnell vergehen. Außerdem! Sie dürfen ja gar nichts gegen den Wolf unternehmen :roll:
Laut Kronen-Zeitung erstreckt sich die betroffene Rotwandalm (die Zeitung kann sich nicht recht entscheiden zwischen "Rotwandalm" und "Rotwanderalm") über 372 Hektar, das sind mehr als dreinhalb Quadratkilometer, und die sind nicht nur im Hochgebirge unübersichtlich.

Heidileser wissen, dass es früher die Tätigkeit des Viehüters gab, bis in die Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts hinein. Heute gibt es das nicht mehr, weil es war meist eh nur mit Kost und Logis bezahlt, und faktisch Kinderarbeit. Den Beruf des Schäfers, immerhin, gibt es auch heute noch, und man fragt sich, ob auf der Rotwandalm einer oben war, oder eher nicht? Eine Schafherde da hinaufzutreiben, mit einem handelsüblichen Elektrozaun zu umgeben, wie man das im Flachland halt so macht, das erscheint schon etwas untertrieben.

Ob man nun "etwas gegen den Wolf unternimmt" - verscheuchen darf man ihn allemal, und es ist fraglich, ober er sich, die Anwesenheit eines Menschen wissend, dieselben Freiheiten herausnimmt wie wenn er sich alleine wähnt. Zumindest sind mir keine Fälle bekannt, wo Wölfe ihr Gemetzel vor Publikum verrichten. Füchse übrigens auch nicht.

@HurdyGurdy
Rehe wissen sehr genau, wann und wie sie bejagt werden. Sie äsen am hellichten Tag neben der Autobahn, weil sie wissen, sie sind sicher. Wenn in der Lüneburger Heide die Bejagung des Rehwildes eingestellt werden soll, "damit es die natürlichen Refugien, Lichtungen und Waldränder, wieder besiedelt und beobachtet werden kann", dann fragt sich der arglose süddeutsche Leser, wo denn das Rehwild sich derzeit aufhält, wenn nicht in den natürlichen Refugien? Kann es sein, dass dem heutigen Heidewanderer eine Wegepflicht nicht mehr zugemutet werden kann, und die "natürlichen Refugien" voller picknickender Naturfreunde sind? Die sind jedenfalls sehr viel häufiger als Jäger.

Dass Wildbret nicht als bio gelten darf, zeugt von der grimmigen Logik der EU-Bürokratie. Ein Tier, das frisst was es will, und nicht ausschließlich von kontrolliert-zertifiziertem Futter lebt? Unerhört, sowas kann keinem Menschen als Nahrung zugemutet werden. Ich nehme mal an, Biofische gibt's auch nur aus der Wasserfarm, und nicht aus dem Bach, wo gelegentlich mal ein Wildschwein reinbrunzt. Natur ist so unkontrolliert unhygienisch ... kann Spuren von allem Möglichen enthalten.
Rehe und Hirsche sind Grasfresser. Sie bewohnen nunmal Wiesen und Lichtungen. Das sind die natürlichen Refugien. Hat den Vorteil, sie können rechtzeitig Fressfeinde, wie Wölfe, erkennen und flüchten. Wegen der Jagd aber, ziehen sie sich tagsüber ins Dickicht der Wälder zurück. Dort wächst eher wenig Gras und sie begnügen sich – zum Ärger der Waldbesitzer – mit Knospen zarter Triebe. Es ist die Jagd, die die Tiere in den Wald treibt. Sie wissen sogar, wenn Schonzeit herrscht. Ja, ja.

Bio ist nunmal bio. Ein rechtlicher Begriff, wo eben Herkunft nachgewiesen werden muss. Es darf halt nicht alles „zammgefressen“ werden. Was käme bei Prüfungen heraus? Das Geschrei ist immer groß, wenn geschummelt wird. Ein Reh knabbert nunmal auch in einem mit Pestizid behandelten Feld. Niemand sagt, dass konventionelles Fleisch nicht gegessen werden darf. Jede:r kann verschlingen was sie/er will. Es ist gut, wenn Bio geregelt ist. Es gibt schlechtere Regelungen der EU.

https://www.lebensmittelklarheit.de/inf ... n-bio-wild

„Biofisch“ dürfte es am Wenigsten in Zuchtanlagen geben. Viel zu viele Medikamente. Alles andere ist Nonsens. Wildtiere haben immer etwas im Leib. An Hasenpest sind schon Menschen gestorben. Für Zuchtanlagen von Raubfischen wie Forelle, Lachs und Co. werden übrigens die Küsten vor Westafrika leergefischt. Nix ist genial in der Masse. Vor allen, wenn die Hälfte unseres Nahrungskonsums auf dem Müll landet. Aber der Wolf scheint uns ja die Haare vom Kopf zu fressen. Deshalb muss er weg. Er soll nämlich die Natur zerstören.
Wölfe sind Wildtiere, sie kennen keine Rechte, sie kennen kein Unrecht. Natur ist brutal und Wölfe schlaue Tiere. Ungeschützte Weidetiere sind eine bequeme Beute. Sind Wölfe hier nicht dem Menschen ähnlich? Wir müssen wieder lernen, mit Raubtieren zu leben.

In Italien liegen Prämien für gerissene Weidetiere über dem normalen Handelspreis. Viel gibt es ohnehin nicht beim Verkauf. Es gibt relativ wenig Risse, die Herden sind eher überschaubar und durch Hunde geschützt. Wölfe suchen sich dann eher andere Beute. Die Gefahr, durch Herdenhunde verletzt zu werden, ist groß. Wildtiere meiden das.

In Deutschland wird ein Kalb mit 8.00 Euro gehandelt. Wer ist das Raubtier?

Wolfsenthusiasten brauchen keine Almen zu bewachen, sie lassen die Wölfe in Ruhe.
An alle wolfsliebhaber

Im rauriser tal (bundesland salzburg, österreich) 50 schafskadaver von EINEM wolf gerissen (durch dna belegt). angerissen und elendig verendet. Ca 100 schafe verschollen…….. zählt dieses tierleid nichts??
In bruck a.d.glocknerstraße eine mehrfach per foto dokumentierte wolfssichtung in unmittelbarer nähe zu wohngebieten…..weil der liebe-liebe wolf ja soooo scheu ist.

Was tun?
1) narkosegewehr – transportkiste – ab nach kanada, sibirien, etc
2) die wolfsliebhaber fangen ihn ein und halten ihn im wohnzimmer als streicheltier
3) entnahme ohne wenn und aber.

:roll:
@HurdyGurdy
das stimmt - das Verhalten der Rehe hat sich mit der Fütterung und Bejagung verändert.....

bei den Wildschweinen muss ich mir immer eines grinsen.....
an meiner Bachkoppel konnte ich sie mit ihren Frischlingen beobachten...
sie können genau unterscheiden zwischen Fußgängern, Reitern und Jägern....
hab mich jedesmal schlapp gelacht, wenn die Jeeps den Waldrand eingekreist haben wo sie die Wildschweine mit Futter angelockt hatten....
und die Wildschweine haben sich wohl im Dickicht ebenfalls schlappgelacht.....
Was ich nicht verstehe, wieso ein einziger Wolf so viele Schafe auf einmal reisst, eines würde doch reichen, um seinen Hunger zu stillen.

Das macht doch in der noch vorhandenen Natur- ich rede von z.B. Botswana, kein Tier! Wenn es ein Leopard schafft, eine Antilope zu erjagen, schleppt er die in eine Astgabel und geht erst wieder jagen, wenn die gefressen/ an die Jungen verfüttert ist.
translation hat geschrieben: Was ich nicht verstehe, wieso ein einziger Wolf so viele Schafe auf einmal reisst, eines würde doch reichen, um seinen Hunger zu stillen.


Würde ein wolf nur für seine ernährung jagen (1 ev 2 tiere), wäre dieses problem nicht.
Offensichtlich ist es ein brutal ausgelebter jagd- und tötungsinstinkt.
Jaja….der liebe-liebe schützungswerte meister isegrimm.
Unsere vorfahren wußten schon, warum sie ihm den garaus gemacht haben, aber der mensch lernt nicht immer aus der geschichte.
Und wenn ein wolfsbeauftragter – direkt darauf angesprochen – persönlich keine haftung und verantwortung für eventuelle übergriffe auf menschen (kleinkinder) übernehmen will, sagt das sehr viel aus. Obwohl der liebe wolf doch sooo scheu ist.
Soeben in den nachrichten des österr. rundfunks (orf): die politik hält am strengen schutz des wolfes fest, entnahmen bleiben strengstens verboten.

diese herrschaften sollten einmal zu einer "tatort-besichtigung" gezwungen werden und eine woche lang nachts die herden bewachen.
:roll:
Die Herden bewachen wäre eine gute Idee, ein Schäfer und zwei Herdenschutzhunde würden viel bewirken. aber: das kostet etwas und das darf natürlich nicht sein,.
Wenn´s meine Schafe gewesen wären... das muss ja fürchterlich sein, die toten und halbtoten Tiere zu bergen, zu erlösen. Bei uns haben wir nun mal eine bewirtschaftete Kulturlandschaft und da muss man sich schon fragen, ob Wölfe oder auch Bären dazu passen.
Das Wölfe, aus den unterschiedlichsten, oft nicht aufklärbaren Gründen, auch mal Menschen angreifen, das ist unbestritten.
Heute, in unserer zivilisierten Welt, handelt es sich bei den Tieren, die angegriffen haben, oft um Tiere, welche durch sogenannte Tierfreunde/Tierschützer angelockt/angefüttert wurden (ich möchte mal einen Wolf sehen).
Oder um Hybriden von Wölfen und Haushunden.
Diese sind ausgesprochen gefragt bei sogenannten Hundeliebhabern, welche bereit sind, für einen solchen Welpen oft mehrere tausend Euro zu zahlen.
Sie werden daher, obwohl dies verboten ist, von „besonderen Hundeliebhabern“ immer wieder gezüchtet und die Welpen im Internet zum Verkauf angeboten.
Wolfshybriden welche, wenn sie bei durch die Besitzer zugelassenem Freilauf oder weil sie einfach mal ausbüxen, sich wiederum mit Wölfen vermischen können.
Wodurch die genetisch bedingte geringere Menschenscheu von Haushunden in die Genpools von Wölfen eingetragen wird.

Das bedeutet, solche Vorfälle sind in den allermeisten Fällen durch Menschen und ihr nur scheinbar tierliebes, dummes Verhalten in der Natur, durch einen vermenschlichenden Umgang von solchen Menschen mit Haus- und Wildtieren, durch die Gier von Menschen nach dem Ungewöhnlichen … verursacht.
Auch bei Streunern/Strassenhunden, die durch sogenannte Tierschützer und -retter aus „Tierliebe“ aus Ländern, in denen es immer Wölfe gegeben hat, nach Deutschland „gerettet“ werden, sollte man vielleicht mal überprüfen, ob es sich nicht zum Teil um nicht unproblematische Wolf-Hybriden handelt.

Was die Zahlen und Folgen nachgewiesener Angriffe von Wölfen auf Menschen angeht, verlasse ich mich lieber auf solche Quellen:
https://www.bundestag.de/resource/blob/ ... pdf#page=9

Statt auf reißerische, tendenziöse Videos oft merkwürdiger, unklarer Quellen, wie sie auch in diesem Thread immer wieder zitiert werden, suche ich lieber nach und verlasse mich auf solche, meiner Meinung nach sachlichere, seriösere Quellen!
Es gibt sie, wirklich seriöse, wissenschaftliche Untersuchungen und Berichte!

Und wenn ich mir die Zahlen anschaue, so stelle ich fest, dass ganz klar erheblich mehr Menschen jeden Alters durch Menschen getötet und verletzt werden als durch Wölfe!
Sei es in Kriegen, durch Beziehungstaten, durch Morde im Suff, im Streit, aus Gier …, in Verkehrsunfällen, durch höchstmotorisierte Liebhaber illegaler Autorennen …
Sollen all diese Menschentöter auch zum Abschuss freigegeben, oder wie der Naturverbundener es beschönigend nennt, „entnommen“ werden?

Auch was die ganz und gar nicht wolftypischen Mehrfachtötungen angeht, gibt es dazu seriöse, sachliche Untersuchungen und Berichte.
Diese Mehrfachtötungen haben absolut nichts mit „brutal ausgelebter jagd- und tötungsinstinkt“ zu tun!
Sondern sind ebenfalls auf menschliche Fehler, nämlich in der Wahl und Durchführung der Herdenschutzmaßnahmen zu suchen!

Herdenschutzhunde sind schon sehr effektiv!
Allerdings auch gegenüber den von Eidadei-Hundeliebhabern auf Almen, am Rhein- und anderen Flussufern, in Heidelandschaften und sogar eingezäunten Weiden frei laufen gelassenen Hunden!
Den Herdenschutzhunden ist es dann wurscht, ob ihre Herde durch einen Wolf , den hündischen Bettgenossen eines oft Mehrfachhundebesitzers oder Menschen bedroht wird!

Diese ach so niedlichen, leckerligemästeten Bettvorleger sind auf manchen Weidegründen täglich, unkontrollierbar und unhaltbar durch ihre völlig überforderten Besitzer, Jäger von Schafen, Ziegen und Rindern!
Auch wenn sie oft zu blöd zur erfolgreichen Jagd mit abschließender Tötung und Verzehr sind, sie verursachen oft Fehlgeburten bei trächtigen Kühen, Schafen, Ziegen, Lamas ...!

Vielleicht sollten Bauern zum Schutz ihrer Herden auch diese Bettvorlegerhunde abschießen (entnehmen) dürfen?
Bisher müssen sie dann leider noch mit empfindlichen Strafen rechnen wegen Sachbeschädigung!

Bevor jetzt wieder irgendjemand meint, mich als Hundehasserin erkennen und anprangern zu müssen:
Ich war viele Jahre Frau eines Bauern und habe mit meinen Hunden an den Herden gearbeitet.
Und meine Hunde gehörten zur Familie, waren in ihrer Freizeit bei uns im Haus und Hof, nicht im Zwinger oder an einer Kette.
Sie haben mit meinen Kindern gespielt, uns bei Wanderungen begleitet, beschützt und bei der Suche nach Pilze und verirrten Tieren geholfen!
Sie waren uns Arbeitskollegen und Partner.
Aber eben Hunde und keine vermenschlichten, kitschig verklärten Bettvorleger, Ersatz für menschliche Partner/Freunde!

3/3
Ich halte meine zwei Bettvorleger in Weidegebieten grundsätzlich angeleint.
Ich hatte mal eine lustige Begegnung, in Tirol mit einem Einheimischen, in einer Zone mit Leinenpflicht. Der Weg ging durch Viehweiden. Sein Hund im Freilauf.Quer durch die Kühe durch.
Wir haben uns echt nett unterhalten, ER war der Meinung, die Bauern sollten die Kühe anleinen!
Ist wirklich eine wahre Geschichte