Glücklich ist vermutlich dann und wann jeder von uns,
genauso wie jeder mal unglückliche Momente hat..

Aber wenn ich so lese, dass jemand so gut wie immer glücklich ist, dann klingt das für mich so wie "Seht nur her, ich weiß, was Glück ist".

Nein, neidisch bin ich in keinster Weise, denn ich bin zufrieden mit mir und meinem Leben............und ich bin Realistin, mache mir selbst und anderen nichts vor.
@Shekinah,
wie gut Du es getroffen hast und advpir deutet es auch an:

Man kann das lernen, aber es gibt auch Naturtalente.

In der Neurobiologie hat man sie beobachtet. Sie haben als Säuglinge eine verstärkte Hirnaktivität im linken Stirnlappen. Man erkennt sie auch sofort an ihrer Lebensweise und diese begleitet sie durch ihr ganzes Leben. Etwa 30% sind mit dabei.
Gruß
Felix
Timarisu hat geschrieben: Für mich ist die Dankbarkeit der Schlüssel zum Glück. ...
.... Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.


Ich habe bewusst nur das Alpha und Omega deines Eintrags hier stehen gelassen, weil es meine Sicht auf die Dankbarkeit auf wunderschöne Art und Weise geändert hat. Dafür bin ich dir lichst dankbar
ich fass mich kurz:

Ich bin immer glücklich,
außer dann wenn ich es eben
mal NICHT bin.


KEIN Mensch kann rund um die Uhr und immer glücklich sein.

Sollte es solch ein Exemplar geben,
dann stellt es mir bitte vor :roll: :wink: :D
so ist es....
kein Mensch kann rund um die Uhr glücklich sein - deshalb genieße ich es inzwischen - wenigstens einigermaßen ! zufrieden zu sein.... :wink:

„Ich fliege ... !“

Was die meisten wohl unter „Glück“ verstehen (wollen?), ist die angestrebte, selbstvergewissernde Balance zwischen innerer Zufriedenheit und äußerer Sicherheit (Geborgenheit), aufgepeppt durch kleine, ungefährliche „Abenteuer“, damit es nicht gar so fad wird ...

Oder das definitiv „stille“ bescheidene Glück, gewürdigt in Demut und Dankbarkeit für erfahrene Liebe, Freundschaft, Gesundheit und Sicherheit: Das ist sicher eine ehrenvolle Sache, die ich nicht kleinreden will.

Aber es existiert auch die andere Möglichkeit, Glück für sich zu definieren. Die „wilde“, überschwängliche, lustvolle Variante ...

Dieses Verständnis von Glück meint ein Gefühl von leidenschaftlicher Lebendigkeit in einem vollkommen gegenwärtigen Moment, in dem wir uns – ganz selbstvergessen – verschmolzen fühlen mit allem Seienden. Wir spüren einen inneren Jubel und vollkommene Losgelöstheit von allen Einschränkungen.

Als (zugegeben, kitschiges aber meisterhaft inszeniertes) Beispiel dazu fällt mir die berühmte „Ich fliege!“-Filmszene mit Jack (Leonardo DiCaprio ) und Rose (Kate Winslet) am Bug der „Titanic“ ein... in der sich vom Zuschauer gut nachvollziehen lässt, wie sich das aufwühlende Gefühl von Verliebtheit mit dem Eindruck unbändiger Freiheit vermischen und gegenseitig verstärken kann – angesichts der unendlichen Weite des Ozeans, unterdessen der auffrischende Wind der Heldin um die Nase weht und ihre Haare flattern lässt – einfach überwältigend!

Video-Link: Ich fliege!

Allerdings, sobald wir feststellen: „Aah.. das ist ja wohl das Glück?!“ :D
...ist er schon wieder vorbei, dieser sagenhafte Moment puren, unverfälschten, unbeschönigten Hochgefühls. Er lässt sich – verdammt nochmal! – einfach nicht festhalten. Menno! :? ... Aber wozu gibt es die Erinnerungen? :wink:


Bild

das sind kurzzeitige "Höhenflüge", die wohl jeder von uns im Leben schon erlebt hat....
es war unglaublich - man hat sich gut und toll und super gefühlt ....
alles war erreichbar - machbar - möglich...... :wink:

seit ich dieses große Auf und Ab begriffen habe, strebe ich die "mittlere" Zufriedenheit an.....
bei mir hat das früher zwischen den Extremen einer Depression und diesen Glücks-Höhenflügen gependelt...

ich weiß jedoch, dass das bei vielen anderen Leuten nicht so ist.....
diese Menschen haben von Natur aus ein gleichmäßiges
"mittleres Zufriedenheits/Glücksgefühl-Level"......
gut so und Glück gehabt !
Zu Verdandis Beitrag 11:55:

Ja, das sind diese ganz besonderen Glücksmomente, die sich ganz tief eingraben, auf der persönlichen Festplatte.

Manchmal gelingt es, sie zu "konservieren" und wenn es einem mal sehr schlecht geht, die Erinnerung an diese Momente und ihre Emotionen wieder zu spüren.

Einer meiner Momente war einmal ein Sonnenaufgang auf Samos. Ich stand auf meinem Balkon, sah aufs Meer und den kleinen noch verschlafenen Ort. Im Osten ging die Sonne auf. Ich konnte am Horizont die Türkei sehen.

Ich war so glücklich in diesem Moment, dass es mir die Tränen in die Augen drückte, ich das Gefühl hatte, mein Herz wird gerade unglaublich weit und ich möchte die ganze Welt umarmen. Ich glaube in meinem Kopf (oder Herz), ich weiß nicht so genau,befindet sich ein kleines Kästchen mit solchen Momenten.
"Welche Menschen sind glücklich?"

Die Schleswig-Holsteiner !!
Wir sind nun schon in mehrjähriger Folge die glücklichsten Menschen Deutschlands.
Liegt vielleicht auch an der Nähe zu den Dänen, die das glücklichste Volk Europas sind.

PS ein Zitat von Voltaire:
"Ich habe beschlossen, glücklich zu sein. Es ist besser für die Gesundheit"

Schlüsselwörter hierbei: "beschlossen" und die "Wahrnehmung dessen, was ist"
ich liebe die "norddeutschen" Menschen - gerade weil sie oft pragmatisch sind....
als Kind bin ich jedes Jahr "hoch" an die Nordsee gekommen..... :wink:
Oh jetzt weiss ich, warum ich zu den Glücklichen gehören, ich habe eine grosse Verwandtschaft in Dänemark.
Gestern hatte ich während einer Autofahrt wunderbare Glücksmomente.
Fühlte mich herrlich, habe dabei aus voller Kehle gesungen und mich des Lebens erfreut.

Die Fahrt war beendet und ich stieg aus.
Upps, vorne hatte ich einen platten Reifen.
Der Eine sagt "Mensch, was ein Pech!", der andere "Nix passiert, Glück gehabt!"
nettestierfrau hat geschrieben: Gestern hatte ich während einer Autofahrt wunderbare Glücksmomente.
Fühlte mich herrlich, habe dabei aus voller Kehle gesungen und mich des Lebens erfreut.

Die Fahrt war beendet und ich stieg aus.
Upps, vorne hatte ich einen platten Reifen.
Der Eine sagt "Mensch, was ein Pech!", der andere "Nix passiert, Glück gehabt!"



:lol:
Glück beinhaltet sicher für jeden ganz unterschiedliche Momente und für mich zeigt das nachfolgende Video ganz viele davon ...

https://www.youtube.com/watch?v=RWYx9No2hbo

... und dazu ein wunderschöner Text von Grönemeyer (zumindest ich empfinde diesen so)

Und ja, ich weiss, dass hier das Philosophie- und nicht das Musikforum ist.
@ Ambe
Danke für dieses schöne Musikvideo.
Dieser wunderbare Text und all die herrlichen "Glücksekunden" in Bildern, haben mir wahrhaft ein paar Glücksminuten geschenkt.