Viele suchen noch ihren Platz, wo sie alt werden können.

Gerade ist mir eine Anzeige in der Projektbörse von fgw aufgefallen.

http://www.gemeinsamerleben.org

Dort hat sich eine Gruppe gefunden, die eine Genossenschaft gegründet und einen Hof gekauft hat.

Ich finde die Idee so etwas von genial und wünsche den Initiatoren viel Erfolg bei der Umsetzung. Wenn der Sch…… von Corona vorbei ist möchte ich mich auf den Weg nach Baden-Württemberg machen und mir das Objekt ansehen. Ich möchte dort erleben wie sie die Gemeinschaft aufbauen und wie sie funktioniert. Mich interessiert die Erwartungshaltung der neuen Bewohner und vielleicht auch ihre Erfahrungen, positiv wie negativ, die sie gemacht haben.

Wer hat schon Erfahrungen mit Gemeinschaftsprojekten gemacht und möchte dazu etwas schreiben??
"Die junge Idee von der Alten-WG"

läuft gerade auf NDR 3

lässt sich später sicher auch auf der Mediathek ansehen.

Ist eine Wiederholung, aber trotzdem interessant zum ansehen.
Hübsche Idee auf den ersten Blick, was die dort im Südwesten vorhaben. Die Lage ist wahrlich traumhaft schön. Allerdings sind die aufgerufenen Kosten sportlich, die allerkleinste Wohneinheit kostet über 1.000 Euro im Monat plus einmalige Einlage von 30.000 Euro), und die Lage ist nicht altersfreundlich. Wer kann schon garantiert bis ins hohe Alter autofahren, ohne PKW ist man dort aber aufgeschmissen. Irgendwann sind dann alle betagt und brauchen Unterstützung, die dann nicht mehr auf der Gegenseitigkeit funktioniert, die das Konzept jetzt vorsieht. Meine Prognose: Diese Gemeinschaft funktioniert im besten Fall nur so lange, wie alle gesund und mobil sind und sich zudem untereinander verstehen. Ich habe bei Beginen-Projekten hier in Berlin erlebt, dass sowas wie Gemeinschaft nicht automatisch mit dem Zusammen-in-einem-Haus-wohnen entsteht. Eigentlich sollte in meinen Augen die Software (Konflikt- und Kontaktfähigkeit, geteilte Wertvorstellungen, etc.pp.) vor der Hardware (Immobilienausstattung) kommen, wenn's ums Thema Gemeinschaft geht.
Ich habe bei meiner Mutter erlebt, dass eine altersgerechte Wohnlage auch prosaische Faktoren wie die leichte Erreichbarkeit von Fachärzten, Dienstleistern (Physio-, Ergotherapie, Friseur, Fußpflege, IT und Rundfunk) und Fachgeschäften (Schuhe, Brille, Hörgerät, Sanitätsfachhandel) voraussetzt. Das schöne Panorama ist nicht alles.
Leider ist die mangelhafte ÖPNV-Anbindung bei vielen Gemeinschaftsprojekten ein Problem. Schade.