In Sachen Fledermausschutz wird inzwischen einiges getan, doch fehlt vielen Tieren immer noch geeigneter Lebensraum und Unterschlupf.

Um so überraschter bin ich, daß bei mir - ich wohne am Stadtrand in Waldnähe - schon seit Jahren Fledermäuse leben. Ich hatte sie zwei Jahre lang auf dem Dachboden. Inzwischen sind sie weitergezogen, aber sie sind immer noch in der Nähe. Wenn ich abends auf dem Sofa sitze, sehe ich sie am Wohnzimmerfenster vorbeifliegen. Im Garten fliegen sie in der Dämmerung ganz nah an mir vorbei. Es sind mehrere spatzengroße Exemplare, und einmal hat sich eine Fledermaus im Garten an meiner Schulter kurz festgekrallt.
Leider weiß ich nicht, wo sie inzwischen Unterschlupf gefunden haben, aber sie sind noch da, das freut mich. Ich würde sie gerne photographieren, leider sind sie einfach zu schnell.:D
Wo es noch Fledermäuse gibt?
Hier bin ich.Bild
Mein Nick leitet sich davon ab.

Ich wohne in einem älteren Teil der Stadt,
wo es noch viel Grün und alte Bäume gibt.
Wenn ich abends auf der Terrasse sitze,
sehe ich viele schwalbengroße Fledermäuse über mir
herum schwirren. Ich denke, daß sie sich in den Bäumen
ihre Schlupfwinkel gesucht haben.
Früher habe ich in Oberstaufen gearbeitet, nachts.
Da hatte ich den Blick auf eine Bauruine.
Dort haben viele Fledermäuse gewohnt,
die ich nachts fliegen sehen konnte. Es hat sich auch schon mal eine
zu mir durch das offene Fenster verirrt.
.Bild
Ich wünsche allen Fledermäusen und Fledermutzeln einen guten Fliug!
Danke, flesermutzel, das finde ich schön, daß es bei Dir noch so viele Fledermäuse - warum eigentlich -mäuse - gibt. Wird der Name evtl. von den Ohren abgeleitet? Das große Mausohr.... :(

Bei uns werden auch Fledermausexkursionen vom Nabu angeboten. Ich habe so eine mitgemacht, aber es war sehr unruhig. Viele Kinder liefen umher und leuchteten mit ihren Taschenlampen, so war natürlich keine Fledermaus zu sehen.
Offensichtlich sind sie sehr lärmempfindlich. Als sie noch auf meinem Dachboden waren, über meinem Schlafzimmer, konnte ich sie oft kratzen hören. Wenn dann der Rettungswagen oder die Feuerwehr durch die Straße raste und natürlich - wie immer - direkt vor meinem Haus die Sirene einschaltete, dann stand nicht nur ich im Bett. Über mir ging das Poltern und Kratzen los, und es dauerte immer eine Weile, bis wieder Ruhe eingekehrt war. :)
Hab mich ein wenig schlau gemacht.

Fledermäuse sind nahezu weltweit verbreitet, sie kommen auf allen Kontinenten der Erde mit Ausnahme der Antarktis vor. Auch in anderen polaren Regionen sowie auf entlegenen Inseln fehlen sie. Auf manchen Inseln (zum Beispiel Neuseeland) waren sie dagegen bis zur Ankunft des Menschen die einzigen Säugetiere. Die Fledermausgattung der Mausohren (Myotis) ist die ohne menschlichen Einfluss am weitesten verbreitete Säugergattung überhaupt, ebenfalls sehr weit verbreitet sind die Bulldoggfledermäuse (Molossidae) und die Glattnasen-Freischwänze (Emballonuridae
Hier gibt es noch/wieder reichlich Fledermäuse, was nicht zuletzt der Jägerschaft zu verdanken ist, die Fledermausbunker anlegt und pflegt. Auch viele Privatpersonen hängen inzwischen Fledermausnistkästen an ihren Häusern und in den Gärten auf, nachdem in der Zeitung vor einiger Zeit darauf aufmerksam gemacht wurde, daß sich der Bestand verringert hatte. Großes und kleines Mausohr sind in der Dämmerung im nahe gelegenen Park zu sehen.
Im Harz gibt es inzwischen viel mehr Fledermäuse, dazu folgender Link http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Mehr-Fledermaeuse-im-Harz-als-je-zuvor,fledermaus390.html
Es hat sich auch schon mal eine
zu mir durch das offene Fenster verirrt.

Bei mir auch.
War eine ganz kleine und hatte ein echt hübsches Gesicht.
Leider lag sie tot am Boden,da sie in mein Gästezimmer geflogen war.
Kann so ein Fledermäusen SO schnell sterben??? :cry:
Ich hatte am Vortag dort gesaugt,da war noch keine Fledermaus drin.
Die kleine Hufeisennase schwirrt gelegentlich dämmerungsaktiv im Garten!
Aber gleich tot,innerhalb von 24 Std?
Die sind jeden Abend bei mir im Garten.
(Hamburger Stadtrand)
Am Stadtrand von Berlin, in Mahlsdorf, hatten wir in einem Jahr eine "Wochenstube" von Zwergfledermäusen. Wir haben viele Abende gemütlich im Garten gesessen und ihr Ausfliegen beobachtet. An einem der letzten vor Auflösung des "Entbindungsheimes" kamen wir auf 56 Stück.

Unter der Dachrinne, zwiscchen Mauer und Isolierung hatten sie einen Hohlraum gefunden, der sie begeistert hatte :D

Wir haben NABU benachrichtigt und es kam ein Mitarbeiter, von dem wir Instruktionen bekamen, weil die Fledermäuse geschützt sind. Zuerst wurde gefragt, ob bauliche Veränderungen zu erwarten sind, dann müßten die Tiere umquartiert werden. Um die Idsolierung sollten wir uns keine Gedanken machen, weil die Fledermäuse nicht in ihre "Wohnung" koten, das Nest nicht ausbauen und so nichts beschädigt würde. So eine Wochenstube kann bis zu 20 Jahren von Generation zur nächsten genutzt werden :-) In der ersten Zeit fliegen die Jungen an der Mutter hängend mit auf Futtersuche, später werden sie im Nest gefüttert und bevor die "Wochenstube" aufgelöst wird, fliegen Mütter und Kinder gemeinsam aus.
Diese Abende waren für uns wunderschön, es waren unsere Fledermausstunden. Pünktlich 21.10 Uhr erfolgte der Start.

Angefangen hatte alles mit "Hugo", dem Kundschafter.
Es war beim Halbfinale Deutschl : Ghana, (?) ich stand an der Hausecke und sah nach oben. Da fiel aus einem Spalt an der Ecke des Jalosiekastens etwas und flog los - eine kleine Fledermaus!
Jetzt konnte ich meinem Mann endlich beweisen, dass es doch "Mauseboppchen" waren, die das 2. Jahr auf dem Fensterbrett vor der Küche jeden Sommer lagen. Er hatte mich immer aufgezogen: Ja, ja - die Maus klettert an deer Wand hoch, legt dir einen Gruß vors Fenster und klettert kopfüber wieder runter!
Im Jahr darauf kam das mit der "Wochenstube". Da hatte ich meinen Mann zu den gemeinsamen "Sitzungen" vorm Küchenfenster schon überredet :-)

Einmal fand ich auch eine tote Zwergfledermaus. Ich habe gelesen, sie kann verdurstet sein. Es waren ein paar sehr trockene Tage hintereinander im Juli.

Jungfledermäuse verirren sich oft nach dem Ausfliegen, wenn sie ihre eigenen Quartiere suchen.
Es hat jemand, habe ich nachgelesen, einen Schwarm nach Tagen tot in einer Bodenvase gefunden.
Die waren unbemerkt abends durch offene Fenster gekommen. Am besten Gardine vorlassen :-)

Hier im Urlaub in der Bretagne beobachten wir auch jeden Abend vom Fenster aus die Flugschau
der Zwergfledermäuse und Kleinen Abendsegler.

Allen Spaß bei weiteren Beobachtungen!
Regalon hat geschrieben: Die kleine Hufeisennase schwirrt gelegentlich dämmerungsaktiv im Garten!

Das solltest Du dem NABU und den Naturschutzbehörden mitteilen, weil die Kleine Hufeisennase gilt im Saarland als ausgestorben.

Dämmerungsaktiv ist bei uns v.a. der Abendsegler; der ist auch deutlich größer und kaum zu übersehen.
Fledermäuse sind etwas ganz spannendes. Sie sind vor allem vorzufinden wo es etwas zum Fressen gibt. Das bedeutet aber nicht, dass sie dort auch die Ruheplätze haben. Manche Arten fliegen schon einige Kilometer zum Fressgebiet.
Wer sich dafür interessiert, sollte sich beim NABU schlau machen. Hier werden immer wieder Exkursionen angeboten. Und Ende August findet wieder die ,,Batnight" statt.

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/ ... rmine.html

Hier und auch bei den Exkursionen kommt man aus dem Staunen garnicht heraus, wenn Fachleute das ,,Fledermausleben" erläutern. Die Exkursionen weisen weniger den Eventcharakter auf und gehen m. E. direkter ins interessante Wissen. In der Regel werden auch diese Dedektoren verwendet, die die Ultraschallortung der Fledermäuse höhrbar werden lassen - und: Im Gegensatz zu den beliebten Vogelwanderungen kann man morgens ausschlafen :D

Sollte sich mal eine Fledermaus im Haus verirren - und man bekommt das rechtzeitig mit - gibt es beim NABU eine/n ,,Fledermaus-Beauftragte/n", der/die sich dem Tierchen annehmen. Aber auch - wie oben geschildert - tote Tiere melden. Fledermäuse sind hierzulande streng geschützt und man wird versuchen die Ursache für das Ableben zu finden. Bitte nicht selbst fangen. Die Tiere könnten sich verletzen und auch heftig beissen. Sie können dabei auch Krankheiten übertragen.
Immer da wo ich wohne, umschwirren mich in der Abenddämmerung diese putzigen kleinen Tierchen. Gut, dass ich jetzt weiß, wer sich in einem Notfall so eines Tierchens annimmt.
Daß man auch tote Fledermäuse melden muß, wußte ich bisher nicht. Ich habe nämlich im vorigen Jahr eine tote Fledermaus im Garten gefunden. Ja, sie können auch Krankheiten übertragen, z.B. Tollwut, deswegen würde ich keine lebende Fledermaus anfassen.
interessanter Thread - weiß wenig über Feldermäuse....
cron