Das größte Volksfest der Welt

Das größte Volksfest der Welt

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ein großes Pferderennen zur Hochzeit von Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen, das war der Anfang des weltberühmten Oktoberfestes auf der Theresienwiese in München. Am 17. Oktober 1810 fand es also erstmals statt und daraufhin sollte jedes Jahr gefeiert werden.

 

1813 mussten die Feierlichkeiten zum ersten Mal ausfallen. Schuld war Napoleon und Bayerns Verwicklung in dessen Kriege. Seit 1819 findet das große Fest unter der Schirmherrschaft der Stadt München statt. Immer mehr Buden und Karusselle kamen im Laufe der Zeit hinzu und das ursprüngliche bloße Pferderennen erhielt seinen Volksfestcharakter. Nach dem zweiten Weltkrieg fand das traditionelle Pferderennen nicht mehr statt. Nur zur 150- und zur 200-Jahrfeier wurde diese Tradition jeweils noch einmal aufgenommen. Über zwanzig Mal konnte auf Grund von Kriegen oder Epidemien nicht gefeiert werden.

 

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts findet das Oktoberfest überwiegend im September statt und im Oktober nur jeweils bis zum ersten Sonntag des Monats. Grund dafür ist die meist warme Witterung in den letzten Septembertagen.

 

„O'zapft is“ (für den Nicht-Bayern: „Es ist angezapft“ soll heißen „Das Bier läuft jetzt, das Fest kann beginnen“.): So wird das Oktoberfest seit 1950 jedes Jahr vom Oberbürgermeister der Stadt München eröffnet. Das größte Volksfest der Welt wird jedes Jahr von ca. 6 Millionen Menschen besucht. „Oans, zwoa, gsuffa!“ (Für den Nicht-Bayern: „Eins, zwei, austrinken!“) schallt es durch die Zelte. Ja, im Bierzelt, da geht’s lustig zu und getrunken wird auch sehr viel. Ist doch klar, man feiert ja. Da könnte schon mal der Eindruck entstehen, dass es sich bei der „Wies'n“ doch hauptsächlich um ein Bierfest handelt. Damit der traditionelle Charakter des Volksfestes erhalten bleibt, werden die Festzeltwirte dazu angehalten, erst nach 18:00 Partymusik zu spielen und davor bei bayerischer Blasmusik zu bleiben.

 

Aber die kunterbunte Volksfestseite des Oktoberfestes gibt es natürlich auch noch. Karussels, Schaubuden, Essens-, Schmankerl- und Süßigkeitenstände, Achterbahnen, Geisterbahnen und vieles mehr leuchtet, blinkt, trötet, musiziert, ruft und singt um die Wette. Immer noch bekommen Kinder und auch Erwachsene große Augen bei dem Riesenaufgebot an Fahrgeschäften und Leckereien. Etwa 31 Hektar groß ist die Fläche, auf der das gigantische Fest gefeiert wird. Zur Zeit der Zentralen Landwirtschaftsausstellung, die alle vier Jahre stattfindet, beträgt die Fläche rund 26 Hektar. So ist auch in diesem Jahr, 2016, die Festfläche etwas reduziert.

 

Seit dem 200-jährigen Jubiläum 2010 gibt es nun zusätzlich die „Oide Wiesn“ = alte Wiese, womit das historische Oktoberfest gemeint ist. Das Fest im Fest bietet in einem vom Rest der großen „Wies'n“ abgeschlossenen Bereich unter anderem ein historisches Festzelt, das besonders familienfreundlich ist. Neben schönen historischen Fahrgeschäften, einem Marionettentheater und Jahrmarktsorgeln für die Nostalgiker-Ohren gibt es auch noch ein Kulturzelt. In diesem wird ein vielfältiges Programm in bayerisch-münchnerischer Tradition geboten.

Wegen der gleichzeitig stattfindenden Zentralen Landwirtschaftsausstellung muss die oide Wies'n jedoch alle vier Jahre ausfallen.

 

Es ist also wirklich für jeden etwas geboten auf dem Oktoberfest, egal ob Groß oder Klein, Biertrinker oder Karusselfahrer, Partylöwe oder Genießer. Also: „Auf geht’s zur Wies'n“.

 

 

 

Foto: © LightingKreative/fotolia.de

 

Redaktion, 22.09.2016

biest_chen
0 | 22.09.2016, 14:50

Schlecht recherchiert. Die Wies'n ist nicht das größte Volksfest, nur das bekannteste. Der Cannstatter Wasen in Stuttgart ist um 4 Hektar größer.

Nur mal so.

nettestierfrau
0 | 22.09.2016, 10:07

Die Wies`n, ich habe sie einmal gesucht. Gab keine, nur Asphalt. Macht nix.
Habe gedacht, die Bierzelte, sie stünden als Abwechselung verstreut auf dem Gelände. War nicht, alle nebeneinander. Macht nix.
An Sitzplätze dort nicht zu denken. Macht nix.
Sitzplatz woanders gefunden bei Kaffee und Dampfnudeln. Macht nix.
Die Preise astronomisch. Macht was.
Der Hamburger Dom, der Bremer Freimarkt, die Düsseldorfer Rheinkirmes, die Cranger Kirmes, sie sind mir genau so lieb und so teuer.