So einfach können Sie Betrüger beim Online-Dating erkennen

So einfach können Sie Betrüger beim Online-Dating erkennen

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Das Online-Dating ist grundsätzlich sicher und einfach. Wie auch in der realen Welt sind allerdings auch im Internet Betrüger unterwegs. Auf seriösen Singlebörsen wie dem 50plus-Treff sind Sie grundsätzlich gut aufgehoben. Die Betreiber prüfen die Profile sorgfältig um sicherzustellen, dass Betrügerprofile schnellst möglich erkannt und gelöscht werden. Sollte trotzdem ein Fake-Profil übersehen werden, so kann Ihnen nichts passieren, solange Sie realistisch bleiben und sich an einige wichtige Regeln halten.

 

Betrugsversuche rechtzeitig erkennen

Jeder Betrugsversuch lässt sich schnell und zuverlässig erkennen. Denn für jeden Betrüger ist und bleibt eins typisch - er will Geld. Die bekanntesten und am weitesten verbreiteten Methoden, die benutzt werden sind dabei:

 

1.) Der Reisebetrug

Der Reisebetrug ist der absolute Klassiker. Sie werden zu hören bekommen, dass Ihr "Liebster" im Ausland wohnt, Sie sehen möchte aber leider kein Geld hat. Überweisen Sie ihm dann die gewünschte Summe, werden Sie nie wieder etwas von ihm hören. Das Geld ist natürlich ebenfalls weg.

 

2.) Der nigerianische Postbetrug

Eine Abwandlung des Reisebetrugs ist der sogenannte nigerianische Postbetrug. Bei dieser Betrugsart erzählt Ihnen Ihr "Herzblatt", dass er mit einem Mitglied der ausländischen Regierung verwandt war und dieser gerade verstarb, dass sein Kind schwer krank sei und dringend Geld für die Operation benötigt oder dass er auf Geschäftsreise sei und ausgeraubt wurde. Es gibt unzählige Varianten. Sie werden dann darum gebeten, Ihrem "Liebsten" Geld zu leihen. Zahlen Sie dieses, verschwindet der Betrüger mit dem Geld spurlos.

 

3.) Der Prostituiertenbetrug

Bei dieser Betrugsform nutzen professionelle Prostituierten die Dating-Portale, um für Kunden zu werben. Die Profile der Prostituierten sind allerdings leicht zu erkennen. Die gewählten erotischen Benutzernamen und die sexuellen Beschreibungen sind eindeutig und lassen keinen Zweifel an den Absichten der Kontaktsuchenden.

 

4.) Der Telefonbetrug

Bei dem Telefonbetrug bittet der Betrüger um einen Anruf. Rufen Sie tatsächlich an, bekommen Sie bei der nächsten Abrechnung eine extrem hohe Telefonrechnung, die bis in die Tausende gehen kann. Der Betrüger erhält dann einen Anteil an dem Rechnungsbetrag.

 

Vorsichtsmaßnahmen ergreifen

Um alle Formen des Betrugs sicher erkennen zu können, ist es sehr wichtig, einen klaren Kopf zu behalten. Denn lange bevor es um Geld geht, geht es häufig um eine starke emotionelle Bindung. Daher ist es ratsam, bereits im Vorfeld einige Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um sich nicht das Herz brechen zu lassen.

 

1.) Vorsicht bei E-Mails in gebrochenem Englisch oder gebrochenem Deutsch

Schlechte Deutsch- oder Englischkenntnisse sind selbstverständlich kein Beweis für betrügerische Absichten. Sie sind aber ein Grund, Vorsicht walten zu lassen und sich nicht sofort stark emotional zu binden. Das gilt auch, wenn der "perfekter Mann" oder die "perfekte Dame" im Ausland wohnt. Zwar kommt das vor, aber warum sollte ein Mitglied nach einem Partner im Ausland suchen?

 

2.) Vorsicht bei einem sehr attraktiven Profilfoto

Bei einem extrem attraktiven Profilbild ist Vorsicht geboten. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Foto einem anderen gehört, ist nicht gering. In solchen Fällen hilft es, nach weiteren Bildern zu fragen. Am besten nach solchen, die die Person an Orten zeigen, wo sie wohnt, arbeitet oder ihre Freizeit verbringt.

 

3.) Vorsicht, wenn der potenzielle Partner sofort ausserhalb des Portals kommunizieren will

Über die Nachrichtensysteme der Partnerbörsen können Mitglieder sicher und einfach kommunizieren. Betrüger versuchen Ihre Opfer schnellst möglich vom Portal zu locken und nennen schon in Ihrer erster Kontaktanfrage ihre E-Mail-Adresse oder ihren Skype-Namen. Nutzen Sie das Mail-System des Portals bis Sie sich sicher sind, dass das Mitglied gegenüber "echt" ist bzw. bis Sie bereit für den nächsten Schritt sind.

 

4.) Vorsicht bei der Behauptung, er wäre ein Mitglied des US-Militärs

Leider werden solche Behauptungen häufig benutzt, um Mitgefühl zu erwecken. In einigen Fällen geben sich die Betrüger als Soldaten aus. In anderen Fällen sind sie Offiziere oder Marines. Auf jeden Fall aber haben sie schwere, traumatische Kriegserfahrungen hinter sich, die sie schwer belasten. Dies erschafft ein starkes Mitgefühl und sorgt für eine emotionale Bindung des Opfers. Die Bitte um Geld kommt dann selbstverständlicher und einfacher. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Betrüger das Geld tatsächlich bekommt, ist erheblich höher.

 

5.) Vorsicht bei der Behauptung, der Ehepartner wäre vor kurzem gestorben

Auch diese Erklärung kann lediglich dazu dienen, das Mitgefühl zu erregen, um dann an das Geld zu kommen. Dies muss selbstverständlich nicht absolut und in jedem Fall zutreffen. Auch auf den Dating-Portalen suchen Witwen und Witwer nach einem neuen Partner. Haben sie tatsächlich einen Ehepartner verloren, werden sie Ihnen für Verständnis und emotionelle Unterstützung dankbar sein. Um Geld werden sie Sie dagegen nicht bitten.

 

6.) Vorsicht bei schnellen, äußerst romantischen Annäherungsversuchen

Der "perfekte Mann" schickt die schönsten Emails und ist äusserst romantisch und das schon nach kürzester Zeit. Ist das zu schön um wahr zu sein? In der Regel ist es das. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und bleiben Sie extrem vorsichtig.

 

Eine Chance für die Liebe

Lassen Sie sich von den möglichen Betrügern auf den Dating-Plattformen nicht verunsichern. Solange Sie auf der geschützten Plattform bleiben und kein Geld aus der Hand geben, bleiben Sie sicher. Denken Sie daran: Die allermeisten Menschen nutzen Online-Dating, um einen Partner und die Liebe zu finden. Lassen Sie sich und ihnen eine faire Chance, glücklich zu werden.

 

Foto: © davidevison - Fotolia.com

Redaktion, 24.04.2014

Gamaliel
0 | 02.05.2014, 11:11

Sehr guter und (leider) notwendiger Artikel! Gratuliere!
In Dingen der Liebe sollte man sich grundsätzlich immer etwas Zeit lassen. Ein Bekannter von mir holte sich eine Frau aus Osteuropa etwas vorschnell in sein grosses Haus. Sie reinigte das Haus von oben bis unten, verwöhnte ihn nach Strich und Faden und dann kam der "Erbschaftsbetrug". Er glaubte alles, weil sie ihm ein schriftliches Dokument von einem Anwalt präsentierte, der sich um dieses Erbe kümmern werde, aber ein Honorar von CHF 16'000.-- benötige.
Der Bekannte übergab der Frau das Geld - und sie ward nie mehr gesehen.

pilina
0 | 02.05.2014, 10:41

Ich finde es gut . Mein Sohn hat mein Sohn mich schon gewarnt.
Danke das sie gleich da zwischen interveniert wegen diese Englander. 

gabniel
2 | 25.04.2014, 15:17

leider kommt für mich dieser beitrag etwas zu spät, s. mein blog dumm gelaufen.....aber trotzdem danke für alle die es jetzt lesen können....

44.44.44.44
0 | 25.04.2014, 11:43

Ich vermisse den Hinweis auf "geprüftes Mitglied". Damit gibt sich die/der Suchende jedenfalls zu erkennen.