Wohngemeinschaften - alternatives Wohnkonzept für die Generation 50plus

München, 28.06.2010 - Wie man im Alter leben möchte, ist eine Frage, die sich jeder früher oder später stellt. Und je früher, desto mehr Alternativen bieten sich. In den letzten Jahren hat sich eine viel versprechende Alternative zu Altenheim und Co. entwickelt: die Senioren-Wohngemeinschaft. Hier erfahren Sie, wie das Leben in einer solchen WG aussieht und was Sie dabei beachten sollten.

Wie möchten Sie im Alter leben?

Für viele Menschen ist es besonders wichtig, auch bei einer Pflegebedürftigkeit im Alter ihre Selbständigkeit nicht zu verlieren. Daher bevorzugen laut einer Umfrage der GfK Marktforschung knapp zwei Drittel der Deutschen (65,5 %) in diesem Falle die eigenen vier Wände. Nur 5,7 % dagegen finden eine Senioren-WG ideal.

Dabei bietet diese Wohnform auch viele Vorteile und hat mit einer typischen Studenten-WG kaum etwas gemeinsam. Vielmehr befinden sich die Wohnungen meist in freundlichen, barrierefreien Häusern in ruhiger, aber nicht abgelegener Umgebung. Träger sind neben Privatpersonen auch Wohnungsbaugesellschaften oder Vereine. Die Mitglieder teilen sich die Kosten für Hilfs- und Pflegedienste, gestalten einen Teil ihrer Freizeit gemeinsam und können sich auf Wunsch auch in ihren eigenen Bereich zurückziehen.

Wo die Suche beginnt

Wie in vielen anderen Lebensbereichen spielt auch bei der Gründung von Senioren-WGs das Internet mittlerweile eine große Rolle. Über ein Drittel (35,5 %) der 60- bis 69-Jährigen nutzen mittlerweile regelmäßig das Internet. Online-Portale, die speziell auf die Generation 50plus ausgerichtet sind, bieten umfangreiche Möglichkeiten, Freunde, Partner oder eben auch Mitbewohner zu finden.

Das Leben in einer Senioren-WG

Manfred (62), der online über das Portal 50plus-treff.de (www.50plus-treff.de) weitere Mitbewohner für seine Wohngemeinschaft in Eitorf sucht, beschreibt einen typischen Tagesablauf: "Es ist im Grunde wie in einem normalen Zuhause. Jeder steht auf und frühstückt, wann er möchte. Vormittags sitzen wir meist zusammen, lesen Zeitung und sprechen über dies und das. Mittags und abends essen wir zusammen. Dazwischen kann jeder machen, was er gerne möchte, z.B. etwas spielen, Musik hören oder Sport treiben."

Auch Elisabeth (63) hat sich für eine Senioren-WG entschieden. "Ich habe es zuletzt mit einem Mann in einer gemeinsamen Wohnung probiert, aber es hat nicht geklappt. In normalen Mehrfamilienhäusern gibt es keine Gemeinschaft, jeder macht nur seine Tür zu. Außerdem sind betreutes Wohnen und auch Heime sehr teuer." Sie sieht in einer WG viele Vorteile: "Wir können unsere Freizeit selbst gestalten, keiner redet einem rein. Und jeder bringt seine Qualitäten in den Haushalt mit ein."

Anders als etwa in vielen Senioren-Wohnheimen bietet eine WG oft auch für die Angehörigen eine angenehmere Atmosphäre. Manfred findet: "Um die Familie zu erhalten, müssen sich auch die Angehörigen wohl fühlen. Wir haben hier schon Fälle gehabt, bei denen Menschen aus dem Heim in unsere WG gekommen sind und förmlich wieder aufblühten, auch weil sie mehr Besuch bekamen."

Worauf sollten Sie achten?

Marianna Exter, Geschäftsführerin von 50plus-treff.de, weiß um die Bedeutung, die Senioren-WGs in den letzten Jahren erlangt haben: "In unseren Foren wird über viele interessante Themen, auch über Wohnmöglichkeiten für Senioren diskutiert. Wir haben daher den speziellen Forums-Bereich Wohnen 50plus eingerichtet. Dort wird deutlich: Das Interesse an Senioren-WGs wächst, die Erfahrungen damit sind insgesamt sehr positiv. Ich denke, dass sich hier eine echte Alternative entwickelt."

Wer sich dafür interessiert, in eine WG zu ziehen oder eine Wohngemeinschaft zu gründen, sollte einige Hinweise befolgen:
  1. Wohngegend berücksichtigen. Wichtige Orte für den täglichen Bedarf wie z.B. ein Supermarkt, Arzt, Friseur oder eine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sollten leicht zu erreichen sein. Berücksichtigen Sie außerdem, ob Sie eher eine ruhige oder ereignisreiche Lage gewohnt sind.
  2. Informieren Sie sich über die anderen WG-Bewohner. Erfahrungen zeigen, dass Menschen mit ähnlichem Bildungshintergrund und Interessen sich besser verstehen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wohnen Sie nach Möglichkeit einige Tage oder Wochen zur Probe.
  3. Vertragsgestaltung durchdenken. Besonders wichtig: Wer ist Mieter? Hier bieten sich unterschiedliche Modelle an. Berücksichtigen Sie bei der Vertragsgestaltung vor allem Kündigungsschutz und -rechte sowie Regelungen, falls ein Mitglied die Miete nicht bezahlen kann. Im Zweifelsfall sollten Sie darauf bestehen, dass alle WG-Teilnehmer als Hauptmieter mit gleichen Rechten im Mietvertrag aufgeführt sind.
  4. Stellen Sie eine Hausordnung auf. Darin werden alltägliche Dinge wie die Reinigung der Gemeinschaftsräume, der Umgang mit Haustieren oder die Häufigkeit und Unterbringung von Besuch geregelt.
  5. Prüfen Sie die Alternativen - nicht für jeden ist eine WG ideal. Informieren Sie sich bspw. in einem nahe gelegenen Seniorentreff oder Pflegestützpunkt. Im Online-Forum "Wohnen 50plus" bei 50plus-treff.de finden Interessierte weitere Informationen, Angebote und Gesuche.



Über den 50plus-Treff
Der 50plus-Treff ist das Internet-Portal für Partnersuche, Freundschaft und Freizeitgestaltung, das konsequent auf die Generation 50plus ausgerichtet ist. Ursprünglich als Partnerbörse gestartet hat sich das Portal bis heute zu einem aktiven Netzwerk von über 120.000 Mitgliedern entwickelt, die sich in Themenforen und Regionalgruppen weit über die Partnersuche hinaus austauschen und vernetzen. In mehr als 45 regionalen Interessensgruppen organisieren Mitglieder regelmäßige Treffen, um den gemeinsamen Meinungsaustausch auch außerhalb des Internets zu fördern.

Seit Februar 2006 ist der 50plus-Treff als erste Online-Partnerbörse durch den Bundesverband 50 Plus e.V. zertifiziert. Das Gütesiegel steht für höchste Qualitäts- und Servicestandards für die speziellen Ansprüche der Generation 50plus. Der 50plus-Treff wurde im Juni 2005 gegründet und wird von the-e-project.de OHG aus München betrieben. Geschäftsführer sind Sven und Marianna Exter.

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