Studium 2.0 - Wenn die Generation 50plus noch einmal die Schulbank drückt

München, 17.10.2011 - Mehr als die Hälfte aller 40.000 Gasthörer an deutschen Universitäten gehören zur Generation 50plus und der Trend ist weiter steigend. Laut Statistischem Bundesamt hat sich dieser Anteil seit 1997 mehr als verdoppelt und seit einigen Jahren haben viele Hochschulen auch das so genannte Seniorenstudium in ihr Programm aufgenommen. Doch warum entdecken so viele Menschen im Alter die Lust am Lernen? Warum sind bestimmte Studienfächer so beliebt? Und welche Möglichkeiten zu studieren gibt es?

Zeit für die eigenen Interessen

Rita ist 68 Jahre alt und studiert Philosophie und Geschichte an der "Universität des 3. Lebensalters" in Frankfurt. "Früher war ich in der Verlagsbuchhaltung tätig. Für Historisches habe ich mich schon immer interessiert, konnte es aber mit meinem damaligen Beruf kaum verbinden. Nun habe ich Zeit dafür und sehr viel Spaß dabei", erzählt die fünffache Großmutter.

Diese Einstellung ist bei Seniorstudenten häufig anzutreffen, bestätigt Silvia Dabo-Cruz, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere (BAG WiWA): "Philosophie, Geschichte und Kunstwissenschaften gehören bei vielen Menschen zu den Interessengebieten, die nicht beruflich verfolgt werden konnten und während dieser Zeit daher zurückgestellt wurden. In der nachberuflichen Phase können diese Interessen dann aber wieder aufgenommen werden." Daneben sind die Erhaltung der eigenen geistigen Flexibilität und die Kontaktaufnahme zu anderen Studierenden weitere wichtige Gründe, aus denen sich zunehmend ältere Menschen für die Aufnahme eines Studiums entscheiden.

Seniorenstudium in der Praxis

Derzeit bieten etwa 50 Hochschulen in ganz Deutschland Weiterbildungsprogramme für Ältere an, von Politikwissenschaften in Kiel bis Kunstgeschichte in München. In der Regel werden dabei ausgewählte reguläre Lehrveranstaltungen für Seniorstudierende zugänglich gemacht. Möglich ist aber auch der umgekehrte Fall, also speziell für Ältere eingerichtete Vorlesungen und Seminare, die teilweise auch von regulären Studierenden besucht werden können. Bei der Geschlechterverteilung sind die Männer in der Unterzahl, sie machen ein Drittel der Seniorenstudierenden aus. Eine Online-Umfrage der "Universität des 3. Lebensalters" ergab, dass bei den männlichen Studierenden die Fächer Geschichte, Politikwissenschaft und Psychologie am beliebtesten sind. Frauen mögen ebenfalls Geschichte, gefolgt von Kunstgeschichte und Psychologie.

Tipps für Interessierte

Wer selbst Interesse an der Aufnahme eines Seniorenstudiums hat, sollte sich vorher etwas eingehender mit dem angestrebten Fach auseinandersetzen. "Es ist durchaus ein Unterschied, ob man sich privat für ein Thema interessiert oder sich wissenschaftlich damit auseinandersetzt", weiß Marianna Exter, Geschäftsführerin der 50plus-treff GmbH. Im Online Portal 50plus-Treff.de suchen die Mitglieder nicht nur Partner oder Freunde, sie tauschen sich in den Foren regelmäßig zu wissenschaftlichen, historischen, philosophischen oder politischen Themen aus. "Wir bemerken einen Trend zum Seniorenstudium. Immer mehr Mitglieder interessieren sich dafür und geben Tipps und Tricks weiter."

Wer sich näher über Weiterbildungsmöglichkeiten für Ältere informieren möchte, kann sich direkt an die Hochschulen in seiner Umgebung wenden oder wird im Internet fündig: Auf den Seiten der BAG WiWA (bagwiwa.de) erhalten Interessierte Angaben über Orte, Inhalte und aktuelle Publikationen. Ergänzend dazu ermöglichen Online-Foren wie 50plus-treff.de den gegenseitigen Austausch von Erfahrungen.

Wirtschaftsfaktor Rentner

Profitieren von einem Seniorenstudium können aber nicht nur die Studierenden selbst. "Die strikte Trennung zwischen Beruf und Nachberuf wird fließender", erklärt Dabo-Cruz. Das zusätzliche Wissen und die Qualifikationen nutzen also auch den Arbeitgebern, die Rentner in Neben- oder Teilzeittätigkeiten beschäftigen. "Da die Nachfrage nach Bildung vermutlich in den kommenden Generationen weiter steigen wird, wird auch das Thema Bildung im Alter an Bedeutung gewinnen." Und Marianna Exter ergänzt: "In Zeiten des demographischen Wandels ist die Weiterbildung für Ältere ein Thema für die Zukunft."


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Über den 50plus-Treff
Der 50plus-Treff ist das Internet-Portal für Partnersuche, Freundschaft und Freizeitgestaltung, das konsequent auf die Generation 50plus ausgerichtet ist. Ursprünglich als Partnerbörse gestartet hat sich das Portal bis heute zu einem aktiven Netzwerk von über 150.000 Mitgliedern entwickelt, die sich in Themenforen und Regionalgruppen weit über die Partnersuche hinaus austauschen und vernetzen. In mehr als 45 regionalen Interessensgruppen organisieren Mitglieder regelmäßige Treffen, um den gemeinsamen Meinungsaustausch auch außerhalb des Internets zu fördern.

Seit Februar 2006 ist der 50plus-Treff als erste Online-Partnerbörse durch den Bundesverband 50 Plus e.V. zertifiziert. Das Gütesiegel steht für höchste Qualitäts- und Servicestandards für die speziellen Ansprüche der Generation 50plus. Der 50plus-Treff wurde im Juni 2005 gegründet und wird von der 50plus-Treff GmbH in München betrieben. Geschäftsführer sind Sven und Marianna Exter.

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