Welches soziale Ehrenamt ist das richtige?

Welches soziale Ehrenamt ist das richtige?

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Eine erfüllende Aufgabe finden, die dem Leben einen neuen Sinn gibt, ist der Wunsch vieler Menschen, die nicht mehr voll im Berufsleben stehen. Nach dem Leistungsstress im Beruf können wieder andere Seiten angeschlagen und weiterentwickelt werden. Viele Bedürftige benötigen die Hilfe lebenserfahrener Menschen, die nicht mehr erwerbstätig sind, aber noch voll im Leben stehen. Die sozialen Ehrenämter sind nicht auf Entgelt ausgerichtet, sie bieten aber die Möglichkeit, anderen zu helfen und den eigenen Weitblick und die persönliche Weiterentwicklung zu fördern. Mit Kreativität und Verantwortung kann eine sinngebende Aufgabe angenommen und neue Ideen eingebracht werden. Aber welches soziale Ehrenamt ist wohl das richtige?

 

Loten Sie zuerst Ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten aus

Bevor Sie sich für ein soziales Ehrenamt entscheiden, ziehen Sie einmal Bilanz. Schreiben Sie auf, was Sie können und welche Fähigkeiten Sie einbringen und ausbauen können. In der Arbeit der freiwilligen Helfer sind besondere Fähigkeiten gefragt, die vielleicht im vergangenen Arbeitsalltag gar nicht benötigt bzw. abgefragt wurden. Können Sie gut zuhören, Trost spenden, malen, basteln, musizieren, Bücher vorlesen, Geschichten erzählen oder andere Menschen beraten? Möchten Sie mithelfen, die Ausstellung oder das Sommerfest eines Seniorenheimes zu gestalten? Oder möchten Sie einen jungen Menschen auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz umfangreich begleiten. Möchten Sie alleinstehende Leute im Krankenhaus besuchen oder suchtkranke Menschen beim Schritt in ein suchtfreies Leben unterstützen? Ob Sie ehrenamtlich die Arbeit eines Verbandes unterstützen, für Obdachlose Kleiderspenden sammeln, Flüchtlinge aus fremden Ländern unterstützen, Menschen mit Behinderungen das Leben erleichtern, Selbsthilfegruppen begleiten oder in einer Suppenküche Gutes tun, es sollte für Sie selbst in erster Linie eine sinnvolle und bereichernde Tätigkeit darstellen.

 

Nehmen Sie Kontakt auf und informieren Sie sich

Vielleicht können auch bei Ihnen mit etwas Mut neue Interessen geweckt werden. Einrichtungen für Kinder, Altenheime, Initiativen, Projekte, Tafeln für Einkommensschwache, Beratungsstellen, Behindertenwerkstätten, Krankenhäuser, kirchliche Träger und Verbände suchen immer wieder ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, deren Know How und Engagement gefragt ist. Setzen Sie sich mit den Experten der Freiwilligen-Zentren zusammen und besprechen Sie, wie Sie helfen können. Kirchen, soziale Einrichtungen, überregionale und regionale Verbände werden Sie beraten und Ihnen die Möglichkeiten des Ehrenamtes aufzeigen. Einige Einrichtungen zahlen auch eine kleine Aufwandsentschädigung, Mahlzeiten oder das Fahrgeld.

 

Schauen Sie sich die angestrebte Tätigkeit in Ruhe an

Schnuppern sie zuerst einmal hinein, ob die neue Aufgabe zu Ihnen passt. Entscheiden Sie sich, ob das Ehrenamt einmalig, für kurze Zeit oder auch längerfristig ausgeübt werden soll. Wichtig ist vor allem, dass das soziale Ehrenamt mit Freude und gerne ausgeübt wird. Hier geht es um Engagement und nicht um Leistung. In vielen Einrichtungen nehmen auch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Besprechungen und Teamsitzungen teil, damit diese ihre Erfahrungen, Kenntnisse und Ideen in die tägliche Arbeit mit einbringen können. Natürlich müssen die jeweiligen Regelungen der Einrichtung beachtet werden, was beispielsweise den Datenschutz und die Schweigepflicht anbetrifft. Der sorgfältige Umgang mit Arbeitsmitteln, Geld, Wertgegenständen, Schlüsseln und Dokumenten ist natürlich selbstverständlich.

 

Knüpfen Sie neue Kontakte und schließen Sie Freundschaften

Wer ein soziales Ehrenamt ausübt und dies mit Engagement tut, hat nicht nur die Chance eine sinnvolle Tätigkeit auszuüben, sondern auch gute Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und neue Freundschaften zu schließen. Soziale Verantwortung zu übernehmen erweitert den eigenen Horizont, fördert die Lebensfreude und verbessert persönliches Wachstum und das Selbstwertgefühl. Zögern Sie nicht und halten Sie es wie Erich Kästner, denn "es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"

 

Foto © nikolae - Fotolia.com

Redaktion, 23.04.2013

Wunschtraum
1 | 26.04.2013, 09:01

Als meine Tochter noch zur Schule ging war ich sieben Jahre Elternbeirat an der Realschule.
Seit 2008 bin ich in einem Familienzentrum ehrenamtlich tätig, ein Jahr später wurde ich in den geschäftsführenden Vorstand gewählt. Die Arbeit macht mir Spaß, leiste ca. 300 Ehrenamtsstunden im Jahr.
Durch mein Ehrenamt habe ich sehr viele nette Menschen kennengelernt.

gueni1
0 | 26.04.2013, 05:20

Ich gestalte alle 14 Tage das musikkaffe in einem bei uns ansässigen Altenwohnheim,diese eine Stunde von 14 -15 Uhr,machen mir keine großen Umstände ,nur die leuchtenden Augen der älteren Menschen machen mir eine riesige Freude