Mit dem Rauchen aufhören: Wege aus der Nikotinsucht

Mit dem Rauchen aufhören: Wege aus der Nikotinsucht

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Rauchen gilt als wichtigste vermeidbare Krankheitsursache, eine Binsenweisheit, nicht nur unter Gesundheitsexperten und Ärzten. Auch wer bereits seit Jahrzehnten abhängig ist, profitiert noch von einer Abstinenz. Den guten Vorsatz, das Rauchen endlich aufzugeben, fassen viele Raucher jedes Jahr aufs Neue, doch oftmals ist die Sucht stärker. Dennoch sollte niemand aufgeben, sich das Rauchen endgültig abzugewöhnen, auch wenn es manchmal mehrere Anläufe braucht, um langfristig erfolgreich zu sein. Wenn erste Versuche scheitern, so ist es ganz wichtig, eine Frustrationstoleranz aufzubauen und den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Außerdem ist Expertenrat wichtig und das Vertrauen in Methoden zur Raucherentwöhnung, die auch tatsächlich Erfolg versprechen.

 

Nichtrauchen beginnt immer im Kopf als klare Willensentscheidung

Viele Wege können zum lang ersehnten Ziel führen, endlich in ein neues, rauchfreies Leben zu starten. Menschen sind individuell und unterschiedlich, deshalb gibt es auch nur wenige allgemeingültige Ratschläge. Rauchfrei zu werden kann ein langer, anstrengender Weg sein und jeder Raucher ist aufgerufen, die einzelnen Wege auszuprobieren, bis der richtige gefunden scheint. Niemand sollte diesen Weg alleine gehen, sondern auf professionelle Hilfe setzen. Noch immer greift jeder dritte Bundesbürger regelmäßig zum Glimmstängel und selbst die beste Methode, das Rauchen endgültig einzustellen, kann nur dann helfen, wenn auch der innere Wille da ist. Es muss sich sozusagen ein Schalter im Kopf umlegen, dass Rauchen viel Lebenszeit, viel Lebensqualität und nicht zuletzt auch viel Geld kostet.

 

Mit den Entzugserscheinungen richtig umgehen lernen

Die Methode, den Glimmstängel einfach von heute auf morgen aus der Hand zu legen, gelingt den wenigsten und verlangt eine enorme mentale Anstrengung ab. Es sollte also auf Methoden gesetzt werden, die darauf abzielen, nach und nach in einem ausschleichenden Prozess das Rauchen aufzugeben. Einen sicheren Rauchstopp versprechen Methoden, die physiologische und psychologische Entwöhnungskomponenten kombinieren. Doch weil Nikotin seelisch und körperlich abhängig macht, muss auch dann der unbedingte Wille zum Erfolg vorhanden sein, das kann gar nicht oft genug betont werden. Wer abrupt und in Eigenregie aufhört, wird besonders mit Entzugserscheinungen wie Unwohlsein, Reizbarkeit oder Unruhe zu kämpfen haben. Wasser, Tee und zuckerfreie Kaugummis helfen oft darüber hinweg. Besonders für den ersten nikotinfreien Tag empfiehlt sich der Einkauf größerer Mengen an frischem Obst. Auch Sport jeglicher Art dient der Ablenkung während der Entzugszeit. Außerdem ist es besonders in den ersten beiden Wochen wichtig, alle Situationen, die in Versuchung führen könnten, zu vermeiden. Versteht sich von selbst, alle Raucherutensilien zum festgelegten Ausstiegsdatum zu beseitigen.

 

Professionelle Verhaltenstherapie und Beratung gehören in die Hand erfahrener Therapeuten

In speziellen Therapiesitzungen lernen Raucher, über ihr bisheriges Verhalten zu reflektieren und ihr Verhalten in der Folge neu auszurichten. In einer Verhaltenstherapie mit Rollenspielen, Gesprächen oder Gruppensitzungen werden beispielsweise Situationen aufgezeigt, in denen bisher unbewusst zur Zigarette gegriffen wurde. Immerhin kann eine professionelle Therapie die Chancen auf ein rauchfreies Leben um mehr als 30 Prozent erhöhen, die Stimmung sowohl in einer Einzelberatung als auch in einer Gruppe muss aber zwischenmenschlich optimal sein. Auch wer auf Nikotinersatztherapie setzt, fährt in Kombination mit Beratung am Besten. Spezielle Inhaliergeräte, Pflaster, Tabletten oder Nikotinkaugummis können besonders bei starken Rauchern die körperlichen Entzugssymptome gut lindern. Kombiniert mit Beratungsgesprächen ist es den Rauchern so zunächst möglich, sich voll auf die Folgen der psychischen Abhängigkeit zu konzentrieren. Während jeder Nikotinentwöhnung können plötzlich auch schwere Symptome im Sinne einer Depression oder Affektstörung auftreten. Diese und andere Symptome wie Schlaflosigkeit oder Zittern können mit kurzzeitig eingesetzten Antidepressiva gut behandelt werden.

 

Auch Außenseitermethoden der Naturheilkunde sind durchaus empfehlenswert

Es gibt bislang zwar keine wissenschaftlichen Studien, welche die Erfolge von Naturheilverfahren wie Akupunktur oder Hypnose zur Raucherentwöhnung belegen würden. Dennoch sind es mehr als nur Einzelfälle, die glaubhaft versichern, mit Hilfe dieser oder anderen alternativer Therapieverfahren vom Glimmstängel losgekommen zu sein. Bei der speziellen Ohrakupunktur zur Raucherentwöhnung aber auch bei der Hypnosetherapie spielen unbewusste Faktoren und auch der Placeboeffekt sicherlich eine nicht zu unterschätzende Rolle. Alleine die positive Erwartungshaltung führt bereits bei vielen Patienten zu einer Rauchabstinenz. Die Statistik zeigt allerdings auch, dass Menschen, die es mit diesen Methoden vermeintlich geschafft haben, auch schnell wieder rückfällig werden.

 

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Foto: © Rumkugel / Fotolia.com

Redaktion, 20.03.2014

DieFra
1 | 21.03.2014, 02:35

Stimmt, im Kopf, da muss umgeschaltet werden. Ein sehr starker Wille ist erforderlich. Nur dann geht's. Heut bin ich froh, alles unbekümmert riechen und schmecken zu können, nicht wie ein Räucheral zu stinken. Nicht ständig meine Wohnung renovieren zu müssen. Natürlich darf mein Gegenüber auch rauchen! Jeder ist erwachsen genug und muss für sich selber entscheiden.

Glueckskaefer58
1 | 20.03.2014, 23:29

Ich rauche seit 3,5 Jahren nicht mehr und es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Das wieder erlangte Wohlbefinden entschädigt für die Strapazen des Entzugs. Heute freue ich mich auch über jeder Tabak Preiserhöhung die mich nicht mehr ärgert..

Leider kämpfe ich immer noch mit der unerwünschten Gewichtszunahme. ;-(
Nichtraucher Küsse schmecken aber erheblih besser... !

rabea1960
2 | 20.03.2014, 18:22

Was ungeheuer wichtig ist, wenn sich Jemand entschieden hat das Rauchen auf zu geben, ist!!! Die gesamte Wohnung richtig zu entnikotinieren...das heißt, alles (ab)waschen, wo Nikotin sich absetzen kann, also quasi ALLES. Meine Kinder, haben während meiner REHA die Wohnung frischtapeziert und gestrichen, Gardinen gewaschen und ALLE Rauchutensilien entsorgt, nachdem ich bekannt gegeben hatte, dass ich nicht mehr rauchen WILL.

Ich habe es geschafft... Rauchte meine letzte Zigarette am 30.04.2004 bei Tanz in den Mai... Damals wußte ich noch nicht, dass es meine Letzte sein wtrd... Heute kann ich mir das Rauchen gar nicht mehr vorstellen!
Und was ich besonders begrüße ist, dass ich die Geschmacksnerven wieder ganz

Opaalfons
0 | 20.03.2014, 14:25

Moin
Leider ist das nicht so Einfach
Man muß die Zigarren zu Ende rauchen !!
Die man untergeschoben bekommt !!!
Oder Kontern !!
Vorsisicht ADMI