Es ist nie zu spät für eine Weiterbildung

Es ist nie zu spät für eine Weiterbildung

0 | 4665 Aufrufe

Während der ersten Arbeitsjahre im eigenen Beruf ist das Thema Weiterbildung stets mit dem Karriereweg verbunden. Was bringt mir eine Weiterbildung? Die Antwort ist meist klar: neue Chancen für den Aufstieg, mehr Qualifikationen und somit meist auch eine bessere Bezahlung. Je älter die Arbeitnehmer aber werden, desto weniger interessieren sie sich für ein begleitendes Studium oder für Maßnahmen in der Weiterbildung. Dabei sollte es auch im eigenen Sinne sein, im eigenen Arbeitsfeld fit zu bleiben und die Chancen zu nutzen. Auch im Herbst der Karriere kann sich eine Fortbildung aus verschiedensten Gründen lohnen.

 

 Die grundsätzlichen Vorteile von Weiterbildungen

 

 Gerade in den letzten Jahren haben viele Arbeitgeber die Vorteile erkannt, die sie durch Fort- und Weiterbildungen ihrer Mitarbeiter erzielen können. In vielen Branchen wandeln sich vor allem durch die Digitalisierung Prozesse, die über Jahrzehnte eingespielt waren. Die Weiterbildungen steigern nicht nur Produktivität und Effizienz der Mitarbeiter, sie sorgen auch für eine bessere Motivation. Dadurch, dass eine solche Maßnahme auch meist für bessere Optionen beim internen Aufstieg sorgt, sind viele Arbeitnehmer nur zu gerne bereit, die Angebote ihrer Arbeitgeber zu nutzen.

 

 Laut einer Statistik nehmen allerdings nur drei Prozent der Arbeitnehmer über 50 Jahren an den Möglichkeiten teil, die ihnen angeboten werden. Meist sehen sie keinen Sinn mehr darin, da sich das Ende der regulären Arbeitszeit bereits nähert und es als verschwendete Zeit angesehen wird. Dabei haben die Beispiele aus der Praxis in den letzten Jahren gezeigt, dass gerade in den späteren Jahren der Karriere eine Weiterbildung ganz neue Impulse liefern kann.

 

 Die Weiterbildung als zweiter Herbst der Karriere

 

 In vielen Branchen wird die Erfahrung von älteren Mitarbeitern geschätzt. In Zeiten, in denen der Fachkräftemangel eine bittere Realität für viele Unternehmen geworden ist, sind gerade die Mitarbeiter über fünfzig Jahren mit ihrer Expertise eine gefragte Institution. Sowohl die Einarbeitung von neuen Mitarbeitern als auch als grundsätzliche Strömung gegen eine Modernisierung um jeden Preis sind die Stimmen gefordert. Eine Weiterbildung kann hier also dazu führen, dass noch einmal ein neuer Anlauf genommen wird. Diese zielen meistens darauf ab, dass die erfahrenen Mitarbeiter mit der Hilfe der Fortbildungen einen Weg in das Management einschlagen können. Personalführung und Kompetenz bei der Mitarbeiterschulung sind nur zwei Punkte, die eine ganz neue Perspektive auf das eigene Arbeitsleben ermöglichen. Die erfahrenen Mitarbeiter werden im Anschluss als Mentoren für die Fachkräfte eingesetzt, die in einigen Jahren die Firma in die Zukunft führen wollen. Neben der neuen Tätigkeit, die von vielen Arbeitern als eine spannende Erfahrung wahrgenommen wird, sind damit meist auch noch verbesserte Bezüge verbunden. Auch mit 50+ ist eine neue Orientierung also durchaus möglich. Es braucht dafür nur die richtige Motivation.

 

 Die Weiterbildung als Vorbereitung auf den Ruhestand

 

 Für viele Arbeitnehmer ist der Übergang in den Ruhestand nach vierzig Jahren beständigen Alltags bei der Arbeit nicht ganz einfach. Verpflichtungen verändern sich und plötzlich wird einem bewusst, welche prominente Rolle der Arbeitsalltag im eigenen Leben eingenommen hat. Viele Senioren wünschen sich, ihre neu gewonnene freie Zeit dafür zu nutzen, Hobbys endlich auszuleben und sich noch einmal auf ganz neue Themen zu konzentrieren. Die Fortbildungen können daher auch im eigenen Interesse sein. Es ist normal, dass die Fähigkeit für die Aufnahme von neuen Themen mit dem Alter langsam nachlässt. Die Möglichkeiten für die Fort- und Weiterbildungen trainieren aber noch einmal die Kenntnisse darüber, wie man mit dem Thema Lernen und Probieren umgeht. Die Leistungsfähigkeit bleibt erhalten und es gibt neue Eindrücke, was man nach dem Ende der Karriere noch an neuen Dingen entdecken kann.

 

 Eine Weiterbildung lohnt sich in jeder Altersstufe. Auch Menschen, die das 50. Lebensjahr bereits passiert haben, bekommen durch die Fortbildungen noch einmal vollkommen neue Möglichkeiten für das Privatleben und für die Karriere.

 

 

Foto: (c) contrastwerkstatt / fotolia.com

Redaktion, 15.09.2016

Baschenka
0 | 16.09.2016, 09:52

Weiterbildung ist nicht nur ein Frage von Kursen - generell ist Bildung ein Frage von Bewusstheit, Willen, Wollen und Respekt, vor allem der eigenen Wertschätzung und auch Verantwortung.

Jeder Tag serviert Unbekanntes, das gelöst werden kann - Begriffe in der Medienwelt sind dabei das kleinere Übel - man übergeht sie - hinterfragt nicht - übernimmt unkritisch Beiträge und gibt sie sogar im Brustton von Überzeugung weiter an und in die Öffentlichkeit.

Hinzu kommt eine weit verbreitete eigene Bequemlichkeit - man wartet immer darauf, alles mundgerecht aufbereitet zu bekommen, z.B. in Kursen, die oftmals nichts weiter als geschicktes Ausnutzen dieser Bequemlichkeiten sind.

Bestes Beispiel (weil vielleicht gut zu verstehen) - immer wieder Wettern gegen eine neue Rechtschreibung - kräftiges Betonen, bei der alten bleiben zu wollen - aber auch die sollte dann einigermaßen richtig angewendet werden.

Eins steht fest - wie das Amen in der Kirche - wer grob fehlerhaft darstellt, büßt Ansehen ein - ob bei Bewerbungsschreiben - ob im Schriftverkehr mit Behörden - ob in Blogs - sogar im Liebesbrief, der im ersten Rausch eventuell noch vieles übersehen lässt - wie gesagt im ersten Rausch...

Der liebe Gott hätte nicht vergessen sollen, hier ein Warnsignal in "uns" einzubauen und "uns" irgendwie merken lassen sollen - "aua, hier stimmt was nicht".

boris10
1 | 15.09.2016, 17:19

Hallo Pierre Alfons, gehe mit gutem Beispiel
voran und lass uns daran teilhaben
Gruß
Bodo