Glühwein, ein wärmender Klassiker

Glühwein, ein wärmender Klassiker

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Wenn die kalte Jahreszeit näher rückt und man nach einem Spaziergang schnell verfroren nach Hause kommt, ist ein heißer Glühwein genau das Richtige. Dieser Artikel bietet Informationen rund um das vorweihnachtliche Getränk und bietet Ideen zum selber machen.

 

Getränk mit langer Tradition

Das Prinzip des Glühweins kann man bis in die Antike zurückverfolgen. In Deutschland wurde das Getränk zwischen 1200 und 1400 n. Chr. eingeführt, als die sogenannte Gewürzstraße in Süddeutschland ankam. Dort wurde der Wein, bei Menschen, die es sich leisten konnten, mit sehr ähnlichen Gewürzen wie heute verfeinert, allerdings kalt getrunken.

 

Weihnachtsmarkt und Glühwein

Auf dem Weihnachtsmarkt gibt es kein beliebteres Getränk als den Glühwein. Meist bilden sich große Schlangen um die Stände, die ihn ausschenken. Das Getränk mit den weihnachtlichen Gewürzen ist für viele der Inbegriff der Vorweihnachtszeit und wird in individuellen Tassen serviert. Von klassischen Teetassen bis zu welchen in Stiefelform setzen sich auch ungewöhnliche Formen in den letzten Jahren durch. Die Tassen haben dabei meist einen Aufdruck mit dem Namen des Weihnachtsmarktes und dem aktuellen Jahr und werden von vielen Menschen mit nach Hause genommen und gesammelt. Die Gewürze, die dem Glühwein zugefügt werden, variieren nach Region. Der, auch über die Grenzen Deutschlands hinaus, bekannteste Glühwein ist sicherlich der Nürnberger Christkindl Glühwein.

Aber vorsicht! Wer mit dem Auto unterwegs ist, oder Alkohol nicht gut verträgt, sollte vorsichtig sein. Durch die Wärme des Getränkes bemerkt man den Alkoholgehalt häufig nicht so bewusst und verzögert. Ein alkoholfreier Glühwein, oder Kinderpunsch, schmeckt fast genauso gut und ermöglicht einen sicheren Heimweg.

 

Gekaufter Glühwein

Im Supermarktregal und beim Weinhändler finden sich zahlreiche, verschiedene Arten von Glühwein. Ob man weißen oder roten, teuren oder günstigen Glühwein bevorzugt, ist nur eine Frage des Geschmacks. Allerdings sind gerade günstige Glühweine oft aus minderwertigem Wein hergestellt und mit Geschmacksverstärkern versetzt. Daher lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe, bevor man sich für einen Glühwein entscheidet.

 

Glühwein selbst herstellen

Besonders in der Weihnachtszeit schauen häufig Familie, Freunde und Nachbarn vorbei, bringen kleine Geschenke mit, und man verquatscht sich gerne für eine Weile. Wer dabei gerne Lebkuchen, Spekulatius und selbst gemachte Plätzchen auf den Tisch stellt, möchte dazu sicher auch ein typisches Weihnachtsgetränk servieren. Und viel schöner als eine Flasche Glühwein nur aufzuwärmen, ist dann doch ein selbst gemachter Glühwein.

 

Alkoholischer Glühwein

Benötigt werden dazu 1/4 Liter Wasser, 1/2 Liter Rotwein, 4 Nelken, 1 unbehandelte, geriebene Zitronenschale, 1 Stange Zimt und 3 Esslöffel Zucker. Die Nelken, Zitronenschale, Zimt und Zucker im Wasser zum Kochen bringen und etwa 5 Minuten ziehen lassen. Anschließend den Rotwein dazugeben und heiß werden lassen. Der fertige Glühwein sollte nun nicht mehr kochen, da sonst der Alkoholgehalt des Weins verfliegt. Abschließend die Gewürze absieben und warm servieren.

Tipp: Der Glühwein kann auch in ausgekochte Gläser gefüllt und damit konserviert werden. Dadurch ist er den ganzen Winter haltbar und zudem noch ein schönes Geschenk für die Lieben.

Für Kinder, Autofahrer oder Menschen, die einfach nicht so gerne Alkohol trinken, gibt es natürlich auch eine Alternative ohne großen Aufwand.

 

Alkoholfreier Glühwein

Hier benötigt man 1 Liter Apfelsaft, 1 Liter Wasser, Früchtetee, 4 Nelken, 1 unbehandelte, geriebene Zitronenschale, 1 Stange Zimt. Das Wasser wird in einem Topf erhitzt, der Tee und die Gewürze hinzugegeben und bei mittlerer Hitze 5 Minuten ziehen lassen. Danach den Saft hinzugeben und erneut erhitzen. Danach den Tee und die Gewürze absieben und warm servieren.

Tipp: Der Saft kann auch gemischt und variiert werden. Es eignet sich zum Beispiel auch Orangensaft oder Johannisbeersaft. Der Fantasie sind aber keine Grenzen gesetzt.

Redaktion, 29.11.2011

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