Beruflicher Erfolg durch Leistung - geht diese Rechnung auf?

Beruflicher Erfolg durch Leistung - geht diese Rechnung auf?

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Nicht immer sagt der berufliche Werdegang etwas über die wahre Leistung aus. Auch hervorragend ausgebildete, kompetente und fleißige Mitarbeiter, die auf etliche Jahre Berufserfahrung zurückblicken können, kommen im Beruf manchmal nicht so richtig voran. Für diese Mitarbeiter ist es frustrierend, zu sehen, dass weniger qualifizierte und weit weniger pflichtbewusste Kollegen von den Vorgesetzten bevorzugt werden.

 

 

Warum wird gute Leistung oft nicht belohnt?

Wer immer zuverlässig ist und seine Arbeit gewissenhaft und pflichtbewusst erledigt, jedoch niemanden wissen lässt, was er den ganzen Tag über eigentlich so alles tut, wird schnell übersehen. Diese Mitarbeiter sind dann darüber enttäuscht, dass die Vorgesetzten Ihre Arbeit gar nicht gebührend anerkennen. Sie denken, dass ihre Chefs doch bemerken müssten, wie zuverlässig und engagiert sie sind und welches beachtliche Arbeitspensum sie Tag für Tag bewältigen. Doch viele Vorgesetzte sind in Bezug auf die Leistungen ihrer Mitarbeiter nicht besonders aufmerksam und somit gehört das Klappern einfach zum Handwerk!

 

Gute Leistung erbringen und darüber reden

Bescheidenheit gilt als Tugend und daher fällt es nicht leicht, das eigene Können und die eigenen Leistungen anzupreisen. Außerdem ist ein bescheidener Mensch ein angenehmerer Zeitgenosse als ein Aufschneider, Besserwisser oder Angeber, denn die sind bei den Kollegen nicht besonders beliebt. Wer es mit der Bescheidenheit jedoch übertreibt, schadet sich in beruflicher Hinsicht. Egal, ob Sie angestellt arbeiten oder aber selbstständig tätig sind, Sie sollten Ihre Vorgesetzten beziehungsweise Ihre Auftraggeber wissen lassen, was für hervorragende Leistungen Sie erbringen und wie gut Sie qualifiziert sind.

 

Verantwortung übernehmen

Auch wer sich mit Routinearbeiten aufhält beziehungsweise wer Aufgaben erledigt, deren Bearbeitung niemandem auffällt, läuft Gefahr, übersehen zu werden. Die Ablage, die ordentliche Beschriftung der Ordner und die mühsame Erstellung übersichtlicher Listen fallen beispielsweise in diese Kategorien. Diese Aufgaben sind zeitraubend und erfordern Gewissenhaftigkeit, doch im Zweifel wird es Ihnen niemand danken, dass Sie sich damit abgeplagt haben, denn der Kollege, der die gelungene PowerPoint-Präsentation für den neuen Kunden erstellt hat, bekommt garantiert die gesamte Aufmerksamkeit und wird überschwänglich gelobt.

 

Perfektionismus ade

Auch wenn Genauigkeit im Beruf natürlich wichtig ist, sollte dies nicht in Perfektionismus ausarten. Es ist nicht sehr effektiv, jede E-Mail noch einige Male umzuformulieren und jede Excel-Tabelle so lange zu formatieren, bis auch das anspruchsvollste Auge hundertprozentig zufrieden ist. Perfektionismus kostet Zeit und diese Zeit könnte für die Erledigung anderer Aufgaben genutzt werden. Überlegen Sie sich also immer gut, ob es sich lohnt, für die entsprechende Aufgabe so viel Zeit und Energie zu opfern. Oft ist dies nicht der Fall! Wahrscheinlich wird niemand bemerken, dass Ihre E-Mail perfekt formuliert ist, sondern es wird nur auffallen, dass Sie für eine Aufgabe länger brauchen als Ihre Kollegen.

 

Kompetent und sympathisch

Selbstverständlich ist es nicht ratsam die Kollegen und Vorgesetzten tagtäglich detailgenau über die neuesten Heldentaten und über jede einzelne erledigte Arbeit zu informieren, aber wenn sich eine gute Gelegenheit bietet, um die eigenen Leistungen zu erwähnen, dann sollten diese auch genutzt werden. Lassen Sie Ihren Chef ab und an wissen, was Sie alles erledigt haben und wofür Sie die Verantwortung übernommen haben. Erzählen Sie in der Mittagspause von einem Fachbuch, das Sie begeistert hat oder von einem Seminar, an dem Sie in Ihrer Freizeit teilgenommen haben. Zeigen Sie, dass Sie beruflich engagiert sind! Und erinnern Sie die Vorgesetzten bei passender Gelegenheit immer mal wieder geschickt daran, dass Sie ein leistungsfähiger und zuverlässiger Mitarbeiter sind, der für das Unternehmen wichtig ist!

 

Foto © Rido - Fotolia.com

Redaktion, 02.05.2013

rabea1960
1 | 02.05.2013, 22:09

Angeber ;-)))