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Sind Hundebesitzer glücklicher?

Sind Hundebesitzer glücklicher?

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Gerade in der Großstadt ist es nicht selten, dass Nachbarn sich nicht kennen, obwohl sie sich über Jahre immer wieder begegnen. Wer weder kleine Kinder noch einen Hund hat, der hat oft einfach keinen Anknüpfpunkt, um auf der Straße mit wildfremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Ganz anders ist das mit einem Hund. Durch das Gassigehen mit einem niedlichen Vierbeiner entstehen Bekanntschaften und manchmal sogar echte Freundschaften, die ohne Hund niemals zustande gekommen wären. Da sind Altersunterschiede und unterschiedliche Lebensstile plötzlich gar nicht mehr so wichtig, denn die Hunde sorgen für genügend Gesprächsstoff. So kommt es dann, dass die 25-jährige Studentin beinahe täglich ein Pläuschchen mit der 70-jährigen Rentnerin hält, da die Hunde bei jedem zufälligen Treffen so toll miteinander spielen. Sicherlich hätten die beiden nie ein Gespräch angefangen, wenn sie keine Hunde hätten.

 

Hunde zwingen einen zur Disziplin

Wer einen Hund hat, der muss bei Wind und Wetter raus und kann nicht einfach mal bis mittags im Bett liegen bleiben. Natürlich werden Tage kommen, an denen auch das beste Frauchen oder Herrchen seinen Vierbeiner im Stillen verflucht, denn wer geht schon gerne raus, wenn es draußen in Strömen regnet und kalt und ungemütlich ist. Letztendlich tun Bewegung und frische Luft aber immer gut, auch bei schlechtem Wetter.

 

Der Umgang mit Hunden senkt den Blutdruck

Immer wieder ist nachgewiesen worden, dass regelmäßiger Umgang mit einem geliebten Tier den Blutdruck senkt und eine beruhigende Wirkung hat. Die Liebe zu einem Tier macht auch psychisch stark und hilft dabei, sich nicht einsam zu fühlen. Jeder Hundebesitzer wird bestätigen können, dass sein Vierbeiner ihn versteht und ein "echter" Ansprechpartner ist - auch wenn Menschen ohne Hundeerfahrung über so viel Tierliebe vielleicht den Kopf schütteln. Hunde spüren ganz genau, in welcher Stimmung sich Herrchen oder Frauchen befinden und sie sind meist besonders anhänglich, wenn der Hundebesitzer ein wenig Trost benötigt.

 

Die Wahl des "richtigen" Hundes

Bevor Sie sich einen Hund anschaffen, sollten Sie sich allerdings gut informieren und einige Punkte abklären. Zunächst sollten Sie sich über die Größe Gedanken machen. Ein großer Hund braucht sehr viel Auslauf und das kostet Zeit und ist nichts für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind oder die anderweitig so eingespannt sind, dass ihnen die Zeit für lange Waldspaziergänge fehlt.

Ein kleiner Hund braucht zwar etwas weniger Auslauf, aber auch hier gibt es sehr agile Zeitgenossen, die eine Menge Beschäftigung benötigen. Die verschiedenen Hunderassen sind einfach vom Temperament her sehr unterschiedlich. Während ein Golden Retriever beispielsweise dazu tendiert, sich ganz entspannt in irgendeine ruhige Ecke zu legen und sich nur selten vom Trubel um ihn herum aus der Ruhe bringen lässt, wird ein Yorkshire Terrier hin und her wuseln und kaum dazu zu bewegen sein, ruhig in seinem Körbchen zu verharren.

Außerdem sind einige Hunderassen, zum Beispiel der Dackel, dafür bekannt, dass sie einen Dickkopf haben und sich nur schwer erziehen lassen. Diese Rassen sind daher vielleicht nicht so gut für Menschen ohne jegliche Hundeerfahrung geeignet. Hingegen büchsen Jagdhunde, wie beispielsweise der Cocker Spaniel, schon gerne mal aus, wenn sie eine interessante Fährte aufnehmen oder eine Katze beziehungsweise einen Hasen wittern.

 

Ein Hund aus dem Tierheim

Sich einen Hund aus dem Tierheim zu holen, ist ebenfalls eine gute Möglichkeit. Die Tierheime sind überfüllt und viele süße Vierbeiner warten dort auf ein neues zu Hause. Meist besteht die Möglichkeit, die Hunde erst einmal in Ruhe kennenzulernen und mit ihnen probeweise Gassi zu gehen. So können Sie ganz in Ruhe feststellen, ob dieser Hund zu ihnen passt. Oft verlieben sich die Besucher allerdings schon auf den allerersten Blick in "ihren" Hund und wollen gar nicht mehr ohne ihn das Tierheim verlassen.

Redaktion, 13.09.2012