Wie Fasten unsere Zellen verjüngt

Wie Fasten unsere Zellen verjüngt

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Fasten, also das Vermeiden oder Einschränken der Nahrungs- und Getränkeaufnahme für einen bestimmten Zeitraum, ist eine Praxis, die seit langem mit Gesundheit und Religion in Verbindung gebracht wird. In den letzten Jahren hat sich das Fasten jedoch zu einem immer beliebteren Trend in der Welt der Diät und des Wohlbefindens entwickelt. Nach Ansicht der Befürworter bietet das Fasten viele gesundheitliche Vorteile. Dennoch ist Fasten nicht jedermanns Sache und muss sorgfältig geplant werden, um mögliche Gesundheitsrisiken und Komplikationen zu vermeiden.

 

Würden Sie vom Fasten profitieren? Wenn ja, welche Art von Fasten sollten Sie durchführen, und für wie lange? Lesen Sie weiter, um herauszufinden, ob Fasten das Richtige für Sie ist!

 

Arten des Fastens

 

Es gibt viele verschiedene Arten des Fastens, die sich in Einschränkungen und Dauer unterscheiden.

 

Für diejenigen, die neu dabei sind, wird gelegentliches, kurzes Fasten empfohlen. Der Verzicht auf Nahrung für nur 8, 12 oder 24 Stunden kann ein guter Weg sein, um zu sehen, wie Ihr Körper auf eine Verringerung der Nahrungs- oder Getränkeaufnahme reagiert.

 

Viele Menschen entscheiden sich für das sporadische Fasten. In diesem Fastenmodell verändern Menschen ihre Essgewohnheiten regelmäßig. Man könnte zum Beispiel die Kalorienzufuhr für zwei Tage in der Woche begrenzen, während man sonst normal isst. Andere könnten sich dafür entscheiden, regelmäßig eine Mahlzeit zu überspringen und dabei 12-16 Stunden am Tag zu fasten. Man könnte sich auch dafür entscheiden, gelegentliches 24-Stunden-Fasten durchzuführen oder nur dann zu fasten, wenn es gerade zeitlich passt, eine Wahl, die für Menschen mit vollgepackten Zeitplänen oder aktiven Jobs am besten geeignet sein kann.

 

Längeres Fasten, das mehrere Tage oder Wochen dauert, ist ebenfalls möglich. Solche Fastenzeiten können besonders effektiv für die Entgiftung des Körpers sein. Diese Art von Fasten ist jedoch für viele eine Herausforderung und kann eine Reihe von Gesundheitsrisiken mit sich bringen.

 

Auch das Ausmaß, in dem man die Nahrungs- oder Getränkeaufnahme einschränkt, kann von Person zu Person variieren. Besonders strikte Fastende dürfen sich während ihrer Fastenzeit nur Wasser gönnen. Viele wählen auch Kaffee und Tee, während andere Fruchtsäfte, Suppen, Joghurts, Brühen, pürierte Lebensmittel oder sogar bestimmte feste Nahrungsmittel in ihrer Fastendiät enthalten können. Diejenigen, die neu beim Fasten sind, sollten sich darüber im Klaren sein, inwieweit sie ihre Ernährung einschränken, da der Körper nicht daran gewöhnt ist, längere Zeiträume der Nahrungseinschränkung zu durchlaufen.

 

Konsultieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie irgendeine Art des Fastens durchführen. Dieser kann Ihnen mitteilen, ob Fasten für Ihre Gesundheit ratsam ist oder nicht.

 

Vorteile des Fastens

 

Die Forschung über die positiven Auswirkungen des Fastens ist nicht vollständig abgeschlossen. Dennoch scheinen neuere Studien darauf hinzuweisen, dass Fasten viele potenzielle gesundheitliche Vorteile bieten kann.

 

Nach regelmäßigem, sporadischem oder längerem Fasten kann der Körper beginnen, seine Fettreserven zu verbrennen. Da Chemikalien oft im Körperfett gespeichert werden, gilt das Fasten als wirksames Entgiftungsmittel, das den Körper von Schadstoffen befreit. Die Veränderungen des Blutzuckerspiegels, die durch ein Fasten ausgelöst werden, können auch dem Körper auf zellulärer Ebene zugute kommen und die Entstehung von Tumoren bekämpfen. Endorphine, die während des Fastens freigesetzt werden, können auch vorübergehende Stimmungsaufschwünge verursachen. Die Begrenzung der Nahrungsaufnahme kann sogar langfristige Vorteile für die psychische Gesundheit haben und dem Gehirn helfen, effektiver zu funktionieren.

 

Im Allgemeinen gibt der Fastenprozess dem Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren und zu stärken. Mit weniger Energieaufwand für den Verdauungsprozess haben Darm, Herz, Bauchspeicheldrüse und Haut die Möglichkeit zu heilen. Cholesterinspiegel und Blutdruck können sich verbessern; wer an Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis und Epilepsie leidet, kann ebenfalls eine Verringerung mancher Symptome feststellen.

 

Ist Fasten eine effektive Gewichtsabnahme-Taktik? Obwohl viele Menschen einen Rückgang des Körpergewichts während oder nach einem Fasten bemerken, ist es wichtig zu realisieren, dass viel von diesem scheinbaren Gewichtsverlust an einem Verlust von Flüssigkeiten und nicht Körperfett liegt. In vielen Fällen hat das Essen einer ausgewogeneren Ernährung, die mit Früchten und Gemüse gefüllt ist, während man andere gesunde Lebensweisen wählt, wie z.B. aktiv zu bleiben und gut zu schlafen, eine nachhaltigere Wirkung auf das eigene Gewicht als das Fasten allein.

 

Risiken des Fastens

 

Trotz vieler möglicher gesundheitlicher Vorteile ist das Fasten ein ernstes Unterfangen und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. So kann Fasten z.B. zu Dehydrierung oder Elektrolyt-Ungleichgewichten führen. Eine plötzliche Verringerung der Nahrungsmittel-, Getränke- oder Koffeinzufuhr kann auch Kopfschmerzen, Müdigkeit, Benommenheit oder Stimmungsschwankungen auslösen. Wer Diabetiker ist oder zu Unterzuckerung neigt, sollte beim Fasten besonders auf seinen Blutzuckerspiegel achten. Einige Fastende können auch Sodbrennen, Durchfall oder andere Verdauungsprobleme während der Fastenzeit haben.

 

Für Senioren kann das Risiko des Fastens noch größer sein. Diejenigen, die Medikamente einnehmen oder an chronischen Gesundheitsproblemen leiden, sollten vor Beginn der Behandlung mit ihrem Arzt sprechen. Wenn Sie an Diabetes, Verdauungsproblemen oder Gicht leiden, fragen Sie Ihren Arzt, ob Fasten das Richtige für Sie ist. Auch Kinder, untergewichtige Personen und Frauen, die schwanger sind oder stillen, sollten in der Regel das Fasten vermeiden. Wenn Sie anfangen zu fasten und feststellen, dass Sie sich besonders unwohl fühlen, ist es im Allgemeinen am besten, Ihr Fasten abzubrechen. Es gibt viele andere Techniken zur Heilung des Körpers, die besser für Sie funktionieren können.

 

Obwohl das Fasten den Körper verjüngt und beim Abnehmen hilft, ist die Einschränkung der Nahrungs- und Getränkeaufnahme nicht jedermanns Sache. Bevor Sie ein Fasten beginnen, recherchieren Sie gründlich und konsultieren Sie einen Arzt, um zu besprechen, ob Sie ein guter potenzieller Kandidat für das Fasten sind oder nicht. Wenn Sie beginnen, sich unwohl zu fühlen, während Sie Ihre Nahrungs- oder Getränkeaufnahme einschränken, beenden Sie Ihr Fasten. Wenn es effektiv und im richtigen Kontext praktiziert wird, könnte das Fasten jedoch genau das sein, was Ihr Körper braucht.

 

 

Foto: © IRINA / fotolia.com

Redaktion, 05.07.2018

Dearier
2 | 09.07.2018, 00:13

Ich habe ein Online-Fastenkur mit Dr. Rüdiger Dahlke gemacht.
1. Woche Detoxwoche, nur vegatarisch, täglich grüner Smoothie
2. Woche Darmreinigung, Fastenwoche mit einer warmen Gemüsesuppe am Tag, Online Joga Übungen, und täglichem Webinar mit Dr. Dahlke
3. Woche Aufbauwoche, Rohkost
danach möglichst vergetarisch bleiben.
Ergebnis: 6 Kg runter (8-2wieder drauf), erhöhte Denkleistung, da die Milchprodukte entfallen, körperlich viel vitaler, Schmerzen aus den Knien sind weg. Nach kurzfristiger Erhöhung der Schmerzen NICHT aufhören wie oben beschrieben sondern weiter unter Arztaufsicht fasten, da DAS die Umstellung und Reinigung ist.
Und die Sommerkleidung passt wieder! :-)

Seitdem brauche ich keine Medikamente mehr, dafür meinen täglichen grünen Smoothie. Mein Arzt ist erstaunt.

Fasten ist absolut empfehlenswert!
Nahrung und Umwelt vergiften, Fasten entgiftet und verlängert das Leben und das in höherer Qualität.

Ich habe gelesen, dass in Russland Krebspatienten/Psychopatienten seit 40 Jahren gesundgefastet werden. Von der russischen Heilmedizin könnten wir viel lernen...

sonnenkind51
1 | 06.07.2018, 14:13

bevor man sich auf das Fasten einlässt, ist es unabdingbar sich zu informieren.
Doch nicht immer ist der Arzt der beste Ansprechpartner, wenn er das Thema für Unsinn hält !!

Die eigenen Befürchtungen und Ängste werden auch beeinflussen, ob und wie wir uns unwohl fühlen...... und was heisst "besonders unwohl" ??

das der Körper erst mal erkennen muss, dass es keine weitere Nahrungszufuhr gibt, bedingt auch, dass die Umstellung von aktivem auf passiven Stoffwechsel entsprechende "Symptome" produzieren kann....

wenn Fasten z.B. zu Dehydrierung oder Elektrolyt-Ungleichgewichten führt ist eindeutig etwas schief gelaufen ...
Dr. Michalsen aus Berlin hat entsprechende Ausführungen zum Thema Fasten gemacht