Schrank aufräumen: 6 Tipps für mehr Ordnung

Schrank aufräumen: 6 Tipps für mehr Ordnung

10 | 29633 Aufrufe

Ordnung muss nicht spießig sein ein ordentliches Zuhause ist vielmehr ein Garant für Wohlbefinden und äußere Struktur, die sich auch positiv auf das seelische Wohl auswirken kann. Wer ein Grundmaß an Ordnung hält, spart viel Zeit beim Aufräumen und hat so mehr Zeit für die wirklich schönen Dinge des Lebens. Viele Menschen möchten gerne gezielt aufräumen und Ordnung halten. Sie wissen aber nicht, wie sie das tun sollen. Jeder Versuch, Ordnung zu schaffen, endet in noch mehr Chaos und sorgt für Frust. Das muss nicht sein! Wer unsere Tipps in Sachen Schrank aufräumen beachtet, kann schnell und sicher zu mehr Ordnung finden und ein neues Lebensgefühl genießen.

 

Ordnung braucht eine generelle Grundordnung

Wer oft erfolglos versucht, Ordnung zu schaffen, hat wahrscheinlich keine wirkliche Grundordnung. Eine Grundordnung zu haben, bedeutet, dass ein jedes Ding seinen Platz hat. An diesen Platz kann dann auch alles zurückgelegt werden und man muss nicht immer nach freiem Stauraum suchen. Dies gilt auch für den Kleiderschrank. Eine Grundordnung im Schrank bedeutet, dass es für alle Arten von Kleidungsstücken einen festen Platz gibt. Wie dieser konkret aussehen kann, ist individuell und sollte die persönlichen Belange berücksichtigen. Ob man zum Beispiel die Pullover alle faltet und in eine Schublade des Schrankes legt oder ob man die Pullover auf Bügel hängt, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist es, sich einmal für ein System der Ordnung entscheidet und dieses dann auch beibehält.

 

Ordnung schaffen mit Zeit

Schnell zwischendurch einmal aufräumen können nur Menschen, die die besagte Grundordnung geschaffen haben. Wer keine Grundordnung hat, wird letztendlich immer nur von einem Platz zum nächsten räumen, das Chaos dabei aber nicht wirklich beseitigen. Wichtig ist es deswegen, sich einmal Zeit zu nehmen, um eine sinnvolle Ordnung zu schaffen. Dies kann nicht in fünf Minuten gelingen! Realistische Ziele sind gut, um sich nicht selbst zu frustrieren. Wer einmal den Schrank richtig ausräumen und sortieren möchte, sollte dafür einen halben Tag einplanen. Dies erscheint auf den ersten Blick natürlich viel. Wird aber hierbei eine sinnvolle Ordnung geschaffen, kann man darauf immer wieder zurückgreifen und dann auch in kurzer Zeit ein eventuelles Chaos beseitigen.

 

Mit drei Kisten zu mehr Ordnung im Schrank

Wenn der Schrank wirklich ordentlich werden soll, ist es sinnvoll, zunächst einmal alles aus dem Schrank auszuräumen. So kann gesichtet werden, was vorhanden ist und was noch gebraucht wird. Erfahrungsgemäß kann man davon ausgehen, dass man Dinge, die man in den letzten 12 Monaten nicht mehr getragen hat, auch zukünftig nicht mehr brauchen wird. Nun beginnt man Ordnung zu schaffen, indem man alles, was aus dem Schrank ausgeräumt worden ist, in drei Kisten sortiert.

In eine Kiste wird alles eingeräumt, was zerschlissen, kaputt oder aus anderen Gründen überhaupt nicht mehr tragbar ist und auch für andere keinen Nutzen mehr darstellen kann.

In eine zweite Kiste sollten Kleidungsstücke eingeräumt werden, die man selbst nicht mehr tragen möchte, die aber noch gut erhalten sind und verschenkt oder für einen guten Zweck gespendet werden können.

In die dritte Kiste werden diejenigen Stücke geräumt, von denen man sich nicht trennen kann oder die man noch behalten möchte. Diese Kiste wird dann z.b. im Keller oder auf dem Dachboden verstaut und kommt dann in einem Jahr zur Wiedervorlage. Normalerweise stellt sich nach dem Jahr heraus, dass diese Sachen gar nicht vermisst wurden, und das macht die Trennung dann viel leichter.

Alle übrigen Kleidungstücke werden ordentlich ins Regal oder den Schrank sortiert.

 

Ein Teil kommt, ein Teil geht

Im Laufe des Lebens sammelt man vieles an, was man irgendwann überhaupt nicht mehr braucht. Trotzdem kann man sich nicht von diesen Dingen trennen, weil man sie über so viele Jahre besessen hat und einen ideellen Erinnerungswert vermutet, der objektiv betrachtet natürlich nicht vorhanden ist. Je älter wir werden, umso mehr sammelt sich aber an. Irgendwann platzt der Kleiderschrank aus allen Nähten - so kann man keine Ordnung halten. Dem kann man vorbeugen, indem man immer ein altes Kleidungsstück ausrangiert, wenn man sich ein neues kauft. So bleibt die Anzahl der Dinge, die wir besitzen, in einem sinnvollen Ausmaß.

 

Professionelle Hilfe nutzen

Viele Menschen möchten gerne endlich einmal Ordnung in den Kleiderschrank bringen, scheitern aber immer wieder und versuchen es irgendwann gar nicht mehr. Das muss nicht sein, denn viele Leute haben das Aufräumen und Ausmisten zu ihrer Profession gemacht. Gegen eine meist verhandelbare Gebühr kommen sie zu Ihnen nachhause und sorgen einmal für eine professionelle Ordnung. So wird es Ihnen leichter fallen, diese auch in Zukunft beizubehalten. Professionelle Hilfe zu nutzen ist kein Makel, sondern sinnvoll und wichtig, wenn das Aufräumen nicht strukturiert schafft.

 

Das Chaos darf keine Überhand nehmen - regelmäßiges Aufräumen hilft

Hin und wieder muss natürlich eine große Aufräumaktion sein, wenn zum Beispiel der Schrank ausgewaschen wird. Aber diese großen Aufräumaktionen sollten die Ausnahme bleiben, denn sie kosten Zeit. Wer jeden Tag kurz, aber sinnvoll und geordnet aufräumt, sorgt dafür, dass das Chaos garantiert keine Überhand mehr gewinnt und so mehr Zeit für Freunde und Hobbys bleibt. Es lohnt sich, jeden Tag alle benutzen Kleidungsstücke direkt wieder in den Schrank zu räumen und die Dinge konsequent an den Platz zu legen, den Sie ihnen beim Schaffen der Grundordnung zugewiesen haben.

Redaktion, 23.02.2012

arikarima
0 | 24.02.2012, 17:57

Schon seit einigen Jahren bin ich etwa einmal in der Woche regelrecht auf der Suche nach Dingen, die defekt, unbrauchbar oder überflüssig sind. Große und viele Schränke verführen zum Horten von allerlei Ballast. Der Gedanke, dass meine Familie nach meinem womöglich plötzlichen Abtreten meine Hinterlassenschaften mühselig entsorgen muss, hilft mir dabei. So werdem alte Journale wie Eltern, ADAC, EMMA, BEK-Hefte etc. jetzt sukzessive entsorgt; Zeitungen sowieso täglich. Meine Papiertonne hat ein hohes Fassungsvermögen. Nur mit Büchern habe ich noch eine Hemmschwelle. Mit Kleidung, Küchenzubehör, Toilettenartikeln etc. habe ich inzwischen auch keine Hemmungen mehr.

einatmenausatmen
0 | 23.02.2012, 17:38

Ich habe diese Grundordnung, ohne die könnte ich ganz schlecht leben.
Kann mich auch gut trennen von alten Sachen, auch "Lieblings-Kleidungsstücken" Alles was ich länger als ein Jahr nicht trage , kommt weg.Habe keinen Keller oder Speicher,einen Kleiderschrank mit 1,40 Meter.
Bei mir gibt es eine leere Schublade,da kommt ganz bewußt nichts rein....klingt vielleicht ein bissl verrückt, aber das tut mir gut.Das war aber nicht immer so, habe ein volles Haus bei meiner Trennung verlassen, mein Ex konnte sich auch von nichts trennen.

marcella48
0 | 23.02.2012, 17:31

Also ich räume meine benutzten Sachen nicht wieder in den Schrank, entweder zuerst zum Auslüften an die Luft, je nach Kleidungsstück, oder in den Wäschekorb!
Aber sich trennen von bestimmten Sachen, ja, damit habe ich auch oft Mühe, grins...
Doch etwas habe ich in der Zwischenzeit bereits gelernt, ich behalte nichts mehr, was mir zu eng ist, in der Annahme, ich könnte wieder hinein passen!!

_Charlotte_
0 | 23.02.2012, 17:30

...wenn das so einfach wäre! Oft sind es teure Kleidungstücke, die nach vielen Jahren noch passen und von einem neu gekauften Teil nicht zu unterscheiden sind.
Ich würde niemals billige Klamotten kaufen, damit würde ich betimmt keinen guten Beitrag zum Umweltschutz leisten. Indem ich mich häufig meiner Garderobe entledige. Insofern, sört mich ein überfüllter Kleiderschrank keineswegs - es muß deshalb keine Unordnung entstehen...