Endlich Spargelzeit: Was Sie über Spargel wissen müssen

Endlich Spargelzeit: Was Sie über Spargel wissen müssen

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Wie jedes Jahr zu Beginn der Spargelsaison sehen sich die Freunde des edlen und leckeren Stangengemüses mit zahlreichen Fragen konfrontiert, deren Beantwortung nicht unerheblich zur Sicherung von ungetrübtem Spargelgenuss beitragen kann.

 

Wieso ist Spargel gesund?

Spargel ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Aber wieso? Wesentlich verantwortlich für die hervorragenden Eigenschaften des Spargels als Entschlackungs- und Diät-Mittel ist die harntreibende Asparaginsäure, die entgiftend wirkt. Dazu kommt der bedeutende Anteil von Vitamin C und Vitamin B. Im Spargel ebenfalls enthaltende Mineralstoffe wie Eisen, Phosphor oder Magnesium sind allgemein gut für die Blut- und Knochenversorgung.

 

Woran kann man die Frische von Spargel erkennen?

Besonders wichtig ist die Frage nach den Frischemerkmalen beim Spargel. Hier helfen optische und akustische Anhaltspunkte. Quietschen Spargelstangen, die aneinander gerieben werden, so steht der Spargel noch im vollen Saft. Länger gelagerter Spargel hat bereits viel Flüssigkeit durch Austrocknung verloren haben und ist nicht mehr quietschfähig. Das fortgeschrittene Austrocknen ist auch an trockenen Schnittstellen und dem fehlenden typischen Spargelduft zu erkennen. Ferner ist frischer Spargel an bei leichtem Druck austretender Feuchtigkeit, am Glanz und an den geschlossenen Spargelspitzen leicht zu erkennen.

 

Wie sollte Spargel am besten gelagert werden?

Um die Frische des Spargels möglichst lange zu bewahren, ist fachgerechte Lagerung wichtig. Am besten hat sich bei violetten und weißen Sorten das Einschlagen der Stangen in ein feuchtes Geschirrtuch bewährt. Die weicheren grünen Stangen sollten dagegen besser in aufrechter Position in ein mit Wasser gefülltes Gefäß gestellt und danach kühl und dunkel gelagert werden. Auf diese Weise bleibt der Spargel etwa zwei bis drei Tage frisch. Wer längere Vorratsplanung bevorzugt, kann den Spargel auch einfrieren. Bitte vorher schälen und waschen, aber keinesfalls kochen! Eingefrorener Spargel behält etwa ein halbes Jahr sein volles Aroma.

 

Wann ist eigentlich die Saison, um Spargel zu kaufen?

Der Beginn der Spargelsaison in Deutschland ist vom Wetter abhängig. In manchen Jahren kann bereits Anfang April zur deutschen Spargelstange gegriffen werden, in anderen Jahren verschiebt sich dieser Termin bis Ende April. Wer nicht solange warten möchte, kann auch auf die oft in der Qualität ebenfalls hervorragenden spanischen oder griechischen Sorten zugreifen. Ende der Spargelsaison ist traditionell am Johannistag (24. Juni). Danach müssen die Pflanzen ruhen, um genug Zeit zu haben, neue Triebe für die nächste Ernte zu bilden. Am günstigsten im Preis ist Spargel übrigens stets in der Mitte der Saison, also etwa Mitte Mai.

 

Welche Handelsklassen gibt es?

In Deutschland werden drei Handelsklassen für Spargel unterschieden. Sehr gerade, lange Stangen mit ausgesprochen festen Spargelköpfchen werden zur "Klasse Extra" sortiert. Die zweitbesten Qualitäten rangieren in der "Klasse 1". Diese sehr gute Qualität weist leichte Krümmungen der Stange auf und kann minimale Verholzungen haben. In der „Klasse 2“ ist die Qualität trotz leichter Verholzung immer noch gut. Hier können die Köpfchen leicht geöffnet sein. Als preisliche Faustregel gilt: Ein Kilo Spargel der "Klasse 2" ist halb so teuer wie ein Kilo der Extra-Klasse. Feinschmecker akzeptieren lediglich Stangen Extra-Klasse für Spargel als Hauptgericht. Die anderen Klassen finden in der feinen Küche oft lediglich als Beilage oder als Zutat für Gratins, Suppen oder Aufläufe Verwendung.

 

Welches Getränk passt zum Spargel?

In dieser Frage gehen die Meinungen zum Teil weit auseinander. Aber allgemein wird anerkannt, dass ein zurückhaltender Weißwein, wie zum Beispiel ein rheinhessischer Silvaner, immer eine gute Wahl ist, um das delikat-feine Spargelarom kompositorisch zu ergänzen.

Redaktion, 26.04.2012

sangoma12
1 | 26.04.2012, 16:54

@Beisser. Muss ich den Spargel nun rauchen? Oder wie denn?

judy1210
0 | 26.04.2012, 16:31

Ich liebe Spargel mit ST. Agur überbacken und dann mit Parmaschinken dazu!

@Cloudy, ich mag beide Sorten sehr gerne!
 
@Beisser, so habe ich noch nie versucht! Kann mir aber vorstellen dass diese Variante schmeckt. 
 

cloudy
0 | 26.04.2012, 15:16

Der grüne Spargel sollte der Vollständigkeit auch Erwähnung finden,
er wird von einigen Feinschmeckern bevorzugt, da er etwas kräftiger im Geschmack ist und auch ohne Unterstützung der klassischen und kalorienreichen Sauce Holandaise sehr gut mundet.

In Gourmetkreisen erfreut sich der weiße Spargel höchster Beliebtheit - ein wenig zu kurz kommt da manchmal grüner Spargel. Wiewohl der weiße Spargel seine gesundheitlichen Qualitäten hat, kann grüner Spargel mit einem besonderen Plus an Vitalstoffen punkten.
Spargelsaison - kurz aber heftig

Grüner Spargel hat von Ende April bis Mitte Juni seinen saisonalen Höhepunkt, wenn es um die frische, heimische Ernte geht. In der Spargelzeit heisst es daher kräftig zulangen, vorallem weil grüner Spargel ein besonders kalorienarmes Gemüse ist, solange man ihn nicht mit zu fetten Saucen genießt. Für Spargelliebhaber ist diese Zeit fast schon der Höhepunkt des ganze Jahres, denn grüner Spargel ist eine ausgesprochen vielseitige Köstlichkeit, die aber auch ganz ohne Schnick-Schnack herrlich schmeckt - einfach Spargel pur.
Grüner Spargel - der Sonnentank

Die Gründe für die herrlich grüne Farbe des grünen Spargels kommen nicht von Ungefähr. Denn grüner Spargel wächst nicht wie sein bleiches Pendant unter der Erde, sondern vielmehr streckt er seine Fühler Richtung Sonne aus. Fast zur Gänze wächst grüner Spargel über dem Erdwall und tankt seine Vitaminvorräte durch das Sonnenlicht voll. Damit kann grüner Spargel einen höheren Vitalstoffgehalt vorweisen - was natürlich auf keinen Fall heißen soll, dass der weiße Spargel nichts wert ist.
Einfach zu kochen - herzhaft im Geschmack

Was viele vom Spargelkochen abhält, ist das mühsame Schälen des weißen Spargels. Diese lästige Arbeit fällt beim grünen Spargel fast zur Gänze weg. Denn bei diesem farbenkräftigen Gemüse muß nur das untere "holzige" Ende weggeschnitten werden und nur ein paar Zentimeter geschält werden. Der Rest kann verbleiben. Da jubelt das Herz des gestressten Koches, denn schnelleres Spargelkochen geht fast nicht. Grüner Spargel punktet aber zusätzlich noch mit einem richtig herzhaften, nussigen Geschmack, der zu vielen Gerichten als Beilage oder einfach pur richtig gut schmeckt.
Grüner Spargel das Jungbrunnen-Gemüse

Viel grüner Spargel macht und hält jung. Besonders im Frühling zur Spargelsaison braucht der Körper eine ordentliche Portion Folsäure, Vitamine und Ballaststoffe, um die bekannte Frühjahrsmüdigkeit zu vermeiden. Aber auch um dem Körper die notwendige Energie zu geben, um fit in den herrlichen Frühling hineinzugehen. Quasi der Beginn neuer Lebenslust. Der Spargel hilft dabei mit seinem besonders hohen Vitalstoffreichtum mit und macht noch dazu schlank. Grüner Spargel ist damit ein richtiges Jungbrunnen-Gemüse.
So wird grüner Spargel zubereitet

Grüner Spargel ist ganz einfach und schnell zuzubereiten. Er wird lediglich gewaschen, das "holzige" Ende wird weggeschnitten und die unteren paar Zentimeter werden mit einem Spargelschäler (oder Sparschäler) geschält. Das war's auch schon. Gekocht wird grüner Spargel je nach Rezept in Salzwasser, bis er bissfest (also noch knackig) ist. Grüner Spargel muß aber nicht unbedingt im kochenden Wasser gekocht werden. Einfacher und vorallem auch vitaminschonenender ist die Zubereitung vom grünen Spargels im Dampfgarer.

Kräftig zulangen beim Spargelessen soll es deshalb in der bevorstehenden Spargelsaison für alle jene heißen, die schlank und jung bleiben wollen!