Rio de Janiero entdecken - Die Top10 Sehenswürdigkeiten

Rio de Janiero entdecken - Die Top10 Sehenswürdigkeiten

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Brasilien zählt zu den schönsten Ländern weltweit, wenn es um die atemberaubenden Landschaftszüge geht. Rio de Janeiro, die zweitgrößte Stadt in Brasilien, ist eine der schönsten Städte weltweit. Dies liegt daran, dass Rio direkt am Meer liegt und viele Sehenswürdigkeiten aufweist. Rio ist als pulsierende Metropole bekannt, die Stadt hat jedoch ebenso wunderbare Natur zu bieten. 10 Highlights gibt es, die Sie keinesfalls verpassen dürfen.

 

 

1. Sonnenuntergang am Zuckerhut

Den Sonnenuntergang am Zuckerhut, den Sie mit einer Gondelfahrt erreichen, sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Mit einem Zwischenstopp gelangen Sie auf den Felsengipfel und aus 395 Metern Höhe können Sie dann einen atemberaubenden Blick über die riesige Stadt genießen. Je fortgeschrittener der Tag ist, desto mehr laufen Sie Gefahr, sich beim wundervollen Anblick der untergehenden Sonne unsterblich zu verlieben. In einer Bar können Sie einen Caipirinha oder eiskaltes Bier genießen.

 

2. Cristo Redentor - Corcovado

Genau wie der Zuckerhut ist auch die Christus-Statue am unübersehbaren Berg Corcovado eines der Wahrzeichen Rios. Die Statue befindet sich mitten im Tijuca-Nationpark und überragt mit ihren 38 Metern Höhe die ganze Stadt. Auch als Besucher überblicken Sie auf eine sehr beeindruckende Weise ganz Rio de Janeiro. An den Gipfel gelangen können Sie entweder per Taxi oder als Fahrgast einer Zahnradbahn.

 

3. Sonne und Flair tanken an der weltbekannten Copacabana

Die 4 Kilometer lange, nordöstlich gelegene Copacabana ist der bekannteste Sandstrand von Rio. Der halbmondförmige Sandstreifen mit der Promenade, auch als kleine Meerprinzessin bezeichnet, zieht täglich tausende Menschen an. Dank der Breite ist es mühelos möglich, den oftmals stärkeren Wellen auszuweichen. Sportbegeisterte haben hier die Möglichkeit, Beachvolleyball oder Fußball im Sand zu spielen.

 

4. Entspannen am wunderschönen Strand von Ipanema

Ipanema bezeichnet den Namen eines Stadtteils sowie des berühmten Strandes in Rio. Neben der Copacabana ist Ipanema Rios wichtigster Strand. Die Copacabana ist lediglich durch ein Schloss sowie einen kleinen Park vom Strand Ipanema getrennt. In den Bars können Sie frisches Água de Coco sowie kleine Snacks genießen. Die Kombination aus Strand und Großstadtviertel ist einzigartig.

 

5. Karneval Rio de Janeiro

Der Karneval in Rio, die bekannteste und gut organisierte Karnevalsveranstaltung in Brasilien, ist die größte Party weltweit. Ausgelassener kann man kaum feiern. Viel nackte Haut, bunte Kostüme sowie ansteckende Rhythmen machen den weltbekannten Karneval zur spektakulärsten Party. Lassen Sie sich von der einzigartigen und ausgelassenen Stimmung und der großen Lebensfreude der Brasilianer anstecken.

 

6. Santa Teresa, ein romantisches Dorf

Im malerischen Stadtteil Santa Teresa mit den engen und kurvigen Straßen können Sie gemütlich einen ruhigen Tag verbringen. Santa Teresa, auf einem Hügel liegend, wirkt wie ein eigenständiger Ort. Hier bekommen Sie vom regen Treiben an den Stränden Copacabana und Ipanema nur wenig mit. Santa Teresa unterscheidet sich von den anderen Stadtteilen in Rio deutlich und ist bei Touristen sehr beliebt. Das hübsche Städtchen bietet einen herrlichen Blick auf die Insel Korsika, auf die Sie Fährverbindungen innerhalb von 15 Minuten bringen.

 

7. Ausflug nach Niterói

Von Rio nach Niterói gelangen Sie über die Ponte Niterói, eine 13 Kilometer lange Brücke. Insbesondere aufgrund des tollen Panoramablicks auf Rio ist es lohnenswert, diese Brücke zu überqueren. In Niterói, wo es viel ruhiger als in Rio zugeht, gibt es wunderschöne, saubere Strände sowie das sehenswerte, vom weltbekannten Architekten Niemeyer entworfene Museu de Arte Contemporânea.

 

8. Favelas von Rio

Insbesondere im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft waren die Favelas sehr im Fokus, doch geführte Touren sind auch zu jeder anderen Zeit des Jahres möglich. Die Bezeichnung Favela stammt aus dem Portugiesischen und steht für "Armenviertel" oder "Slum". Hierbei handelt es sich um die in den Randlagen der größeren Städte Brasiliens liegenden Siedlungen oder Viertel. Doch welch Ausblick: Das Auge schweift aus 65 Metern Höhe durch die Straßen Ipanemas zum weltberühmten Strand, über das Meer zu kleinen Inseln und Felskegeln der "Dois Irmãos".

 

9. Praça Floriano und Teatro Municipal

Die Praça Floriano ist geprägt von zahlreichen Cafés, Bars und Kinos und zählt zu den schönsten Plätzen in Rio de Janeiro. An der Nordseite befindet sich zudem das Teatro Municipal, eines der wichtigsten und prunkvollsten Theaterhäuser Brasiliens.

 

10. Catedral São Sebastião do

Bei der 75 Meter hohen Catedral São Sebastião handelt es sich um eine Kirche, die auf den ersten Blick überhaupt nicht daran erinnert. Die Kathedrale wirkt eher wie eine von brasilianischen Ureinwohnern erbaute Pyramide. Die architektonisch interessante Kirche bietet etwa 20.000 Menschen Platz. Sie betreten den Bau und es wird sofort dunkel, stimmungsvoll, beeindruckend und sphärische Musik erklingt. Im Inneren beeindrucken insbesondere die 4 riesigen Fenster in verschiedenen Farben, die eine mystische Atmosphäre verbreiten und sich bis zur Decke erstrecken.

 

Foto: © Delphimages - Fotolia.com

Redaktion, 03.07.2014

Bolivienas1
1 | 05.07.2014, 23:07

Danke Baschenka für Deinen interessanten Artikel. Die Reise war sicherlich in jeder Hinsicht sehr beeindruckend. Schade, dass ich nicht mit dabei war.

Baschenka
0 | 03.07.2014, 20:38

Rio war aufregend für mich.
Wenn hier der Begriff multikulti entstanden wäre, würde ich das unwidersprochen glauben.

Der Zusammenprall von Armut und Reichtum lässt manchmal verstummen, weil die Worte dafür fehlen.

Die vorgestellten Sehenswürdigkeiten, die Lage von Rio selbst sind atemberaubend.

Die Copacabana selbst erlebte ich nicht als Badeparadies, als Bestandteil der Stadt war sie eher ein Laufsteg für die hübschen Brasilianerinnen und knackigen Brasilianer.

Je nach Wind gab es starke an Fäkalien erinnernde Gerüche. Angeblich ein Problem mit der Abwasserentsorgung.

Bei abendlichen Spaziergängen wollte ich unbedingt mit nackten Füßen einmal den abgekühlten Sand dieses berühmten Strandes berühren.
Das brachte mir einen harten Verweis des Betreuers ein. Alleine, Frau, Dunkelheit - obwohl der Strand beleuchtet war - ein Unding.

Ich machte keinen weiteren Versuch, da unsere Gruppe wie aus dem Nichts sich plötzlich in Sirenengeheul, quietschenden Bremsen, Geschrei aus fremden Lauten und Schüssen befand.
Sowie der Spuk begonnen hatte, war er auch vorbei und alle Leute um uns gingen weiter, als wäre nichts geschehen.

Gewaltig die Christusstatue auf dem Corcovado.
Nebel und Dunst machen sie oft unsichtbar u. so manch ein Tourist verlässt Rio enttäuscht, weil sie sich verhüllte.

Unser Reisebetreuer trommelte uns entgegen allen Abmachungen sehr früh aus den Federn. " Los, los, das Wetter schlägt um!"
Zur Zahnradbahn, in ständigem Kampf mit Schwärmen von Japanern. Ihren kleineren Körper- Wuchs nutzten sie radikal. Wir mussten laufend aufpassen, sie zwängten sich mir Erfolg durch jede Lücke u. besetzten weit nach uns angekommen immer wieder vor uns die Abteile.

Doch endlich oben vor der riesigen Statue. Monumental. Und der Blick über die Stadt. Und noch einen richtigen Zeitpunkt erwischt.
Nur wenig später verschloss Nebel den Blick auf diese Sehenswürdigkeit, als wolle er sie vor zu viel neugierigen Blicken beschützen.

Die Favelas in kaum zu begreifender Ausdehnung an den Berghängen.
Städte in der Stadt.
Städte der Armen, der Entrechteten, der Gesetzlosen, unter Begleitung
zu besuchen in einer Straßenbahn, inmitten der Bewohner kämpft sie sich in den Berg.

Hier aus dem Berg kommen auch alle die, vor denen die Begüterten Rios ihre Häuser wie kleine Festungen barrikadieren, aber sie von so Ferngehaltenen auch wieder beschützen lassen. Mit schnell einbrechender Dunkelheit gehen überall die metallenen Sicherheitsvorrichtungen runter.

Unbedingt sollte man alle Sicherheitsvorschriften beachten.
Uns Europäern scheint dabei oftmals das Gespür für die Notwendigkeit zu fehlen oder sie als übertrieben anzusehen.

Es muss nicht jedem so ergehen wie uns drei Frauen, die vor Einbruch der Dunkelheit noch unbedingt einige Wasserflaschen in einem Supermarkt kaufen wollten.
Erst später realisierten wir, dass bereits unser Betreten des Marktes unter Beobachtung stand. Eine Gruppe ca. 10-, 11-, 12-jähriger umgab uns dicht. Versuchte uns zu trennen und begann uns zu begreifen. Je mehr wir schimpften, je dichter wurde der Kreis.
Keiner nahm von uns Notiz.

Plötzlich wurde ich von hinten im Nacken ergriffen und mit Schwung durch eine Tür geschleudert. Es folgten mit Schwung meine beiden Begleiterinnen. Türsteher vor einem Hotel waren die Akteure, als sie sahen, wie wir bedrängt wurden.
Sirenengeheul, laufende Polizisten und wieder Stille.

Man begleitete uns in unser Hotel um die Ecke, wo wir unseren Schreck abbauten.

Rio ist eine wunderschöne Stadt. Eine Stadt der totalen Gegensätze.
Deren benachteiligte Bewohner sich das Recht nehmen ihr Leben zu verändern und zu verbessern. Eine Stadt, in der beschriebene Übergriffe sich aus den unzumutbaren Lebensverhältnissen speisen und
auch die treffen, die nicht unmittelbar dafür mitverantwortlich sind.