Vorsicht Gebührenfalle: Zahlen Sie nicht in Euro auf Auslandsreisen

Vorsicht Gebührenfalle: Zahlen Sie nicht in Euro auf Auslandsreisen

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Andere Länder – andere Sitten! Leider gilt das auch in der Finanzwelt, doch das vermeintliche günstige Angebot ist im Nicht-Euro Raum oft nur eine Gebührenfalle. Sie sollten keinesfalls in Euro zahlen, auch wenn Ihnen das so suggeriert wird.

 

Die Kartenzahlung

 

Sicher ist es bequem im Ausland oder am Flughafen mit Karte zu bezahlen. Viele Shops werben um die Gunst der Reisenden und ein kleines Souvenir ist schnell gekauft. Geld in einer fremden Währung umzutauschen lohnt sich oft nicht, also wird mit der Kreditkarte bezahlt. Doch nun erscheinen auf dem Touchscreen zwei Kästchen, eines sehr unscheinbar, das andere jedoch in einer auffälligen Farbe, groß und es blinkt auch noch. „Direkt in Euro bezahlen“ steht darunter. Eine praktische Dienstleistung und ein freundlicher Kundenservice denken Sie jetzt. Doch weit gefehlt, denn wenn Sie diesen Service nutzen, tappen Sie ganz schnell in eine Gebührenfalle. Im Ausland wird das vermeintliche Angebot recht teuer, denn von dieser Zahlung profitieren viele, nur der Karteninhaber nicht. Für den wird es nämlich sehr teuer.

 

 

Dynamische Währungsumrechnung

 

So nennt sich dieser Vorgang und Sie sehen sofort, wie viel Sie in Euro wirklich bezahlen müssen. Im ersten Moment hört sich das gut an, denn die Zahlung wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt dynamisch umgerechnet. Die Idee ist gar nicht schlecht. Wenn der Kunde nämlich in der Währung des Landes bezahlt, ist erst einmal nicht klar, wie viel die Bank belastet. Wie viel berechnet wird, kann die Bank entscheiden. Meist kommt dann noch eine Auslandsgebühr hinzu, die bei einer Euro-Zahlung entfällt. Die Anbieter werben mit einer Direkt-Umrechnung, allerdings sind dies nicht die Kreditkartenunternehmen und auch nicht die Hausbanken, sondern eben spezielle Dienstleister, die von vielen Händler nur vorgeschaltet werden. Doch genau hier liegt das Problem, Sie zahlen drauf.

 

 

Ein teurer Service

 

Die Firmen werben damit, dass der Kunde ja nicht weiß, wie viel er in der Heimat-Währung bezahlen muss. Der Verbraucher könnte viel leichter den Überblick über seine Finanzen behalten und den Händler wird vorgemacht, dass hier ein „großartiges Einkaufserlebnis“ in die Tat umgesetzt werde. Verbraucherschützer sehen jedoch in der Umrechnung in Euro eine Falle, die den Händler und den Kunden gleichermaßen täuscht. Kunden sollten nicht in Euro zahlen, sondern auf eine Zahlung in der Landeswährung bestehen. Sie zahlen immer drauf, denn meist bietet die Hausbank einen besseren Wechselkurs und günstige Gebühren an.

 

 

Sie zahlen bis zu 10 Prozent Gebühren

 

Der Wechselkurs ist gar nicht so entscheidend, vielmehr werden überteuerte Gebühren verlangt. Die Auslandsgebühr entfällt, das ist richtig. Aber es werden Gebühren verlangt, bei denen 10 Prozent durchaus realistisch sind. Sie sparen vielleicht ein paar Cent durch einen günstigen Wechselkurs, zahlen dafür aber reichlich Gebühren. Selbst die Kreditkartenfirmen warnen, es wird empfohlen, immer in der Landeswährung zu bezahlen. Immer wieder beschweren sich Kunden bei den Kreditkartenanbietern, doch die haben damit eigentlich gar nichts zu tun. Dieser Dienst wird von anderen Firmen angeboten.

 

 

Händler verdienen mit

 

Viele Händler bieten dieses System an, denn sie verdienen ja etwas. Es ist ein stetiges Wachstum zu verzeichnen, egal ob es einen großen Händler betrifft oder ob ein kleine Landen mitmacht. Dieses Angebot verbreitet sich rasant, denn der Händler wird ja an den Umsätzen beteiligt. Je mehr Kartenzahlungen in Euro, umso größer auch der Gewinn. Im Durchschnitt verdient der Händler rund ein Prozent an der Zahlung mit Karte. Das ist sicher eine gute Zusatz-Einnahme für den Händler.

 

 

Auch beim Geldabheben ist vorsicht geboten

 

Mittlerweile springen auch viele Banken auf diesen Zug auf. Manche Banken bieten die Direktumrechnung sogar am Geldautomaten an, sie erzielen damit einen Zusatzertrag. Der Kunde zahlt immer drauf, etliche Tests haben bewiesen, dass es günstiger ist gerade nicht in Euro zu zahlen. Doch leider fallen viele Kunden auf die sofortige Umrechnung rein, die Anbieter kennen alle Tricks und nutzen diese auch an. Zahlen Sie deshalb immer in der jeweiligen Landeswährung, am Ende des Urlaubs könnte es sonst ein böses Erwachen geben.

 

 

Foto: (c) fotolia.com / Kzenon

Redaktion, 21.07.2016

Rendezvous_1
0 | 22.07.2016, 10:29

Hallo Urbina, jetzt hast Du mich verunsichert da von der Zahlung mit einer Kreditkarte und der Gebürenfalle berichtet wird.

fahrschulleiter
4 | 21.07.2016, 14:40

Danke für die Gebühren falle..

Was Sie dort schreiben ist schon 2 Mal im TV..`Wieso` gesendet worden.
Sie haben Recht aber die Leute interessiert das kaum ..!

jo