Wohl bekomm’s! – Unser Essen, ein Chemiebaukasten?

  • Wohl bekomm’s! – Unser Essen, ein Chemiebaukasten?
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    Ekelfleisch, krebserregende Zusatzstoffe, versteckter Zucker in Lebensmitteln, Pestizid-belastetes Gemüse... Was kann da noch mit einem guten Gewissen gegessen werden? Ernährung – ein Dauerbrenner unter den viel diskutierten Themen. Was ist gesund, was nicht? Gibt es die eine Ernährung, die für alle Menschen gleichermaßen gesund ist?

     

     

    Fakt ist, dass selbst die Wissenschaft noch nicht umfänglich beantworten kann, was gesunde Ernährung genau ist, da die Speisen, die wir zu uns nehmen sollten, eine individuelle Frage der Persönlichkeit sind. Der Bedarf eines Menschen variiert und ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig, wie beispielsweise Lebensgewohnheiten, Stoffwechsel und Alter.

    Nun, zäumen wir doch das Pferd daher einfach einmal von hinten auf und fragen uns: Was ist ungesund? Und vor allem: Was ist überhaupt drin, in unserem Essen? Wer schaut sich die Inhaltsstoffe seines Einkaufs schon immer genau an? Leider verrät uns die Verpackung und Artikelbezeichnung bei Weitem nicht immer, was wirklich drin ist. So sind in unseren täglich verzehrten, oft industriell verarbeiteten Lebensmitteln häufig jede Menge Trenn- und Verdickungsmittel, Zuckeraustauschstoffe, künstliche Aromen und Chemikalien enthalten, mit denen wir dort niemals rechnen würden.

     

    Was ist wirklich drin?

    Nehmen wir nur einmal die Schlagsahne. Eigentlich ist klar, was im Becher ist, schließlich ist Sahne ja ein Molkerei-Naturprodukt – oder? Ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe ist empfehlenswert, denn der Großteil der angebotenen Schlagsahne-Marken beinhaltet Carrageen (E407), ein umstrittenes Verdickungsmittel. Es gibt zahlreiche Studien, die darauf hindeuten, dass Carrageen schädlich ist. Fragen wir uns daher doch einmal: Möchten wir ein umstrittenes Verdickungsmittel verzehren, wo man doch Sahne auch problemlos ohne produzieren kann? Ein anderes Beispiel wäre das in einigen Ländern sogar verbotene Chinolingelb (E104), das im Verdacht steht Krebs zu erregen. Bei uns darf es unter anderem Süßwaren, Kaugummi und Würzsaucen zugesetzt werden. Generell gelten nicht gerade wenige E-Stoffe als gesundheitsgefährdend. Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe lohnt sich also. Allerdings gibt es auch solche Zusatzstoffe, die durchaus positive Eigenschaften besitzen und als unbedenklich eingestuft sind. In Bio-Produkten ist übrigens nur ein Teil der Zusatzstoffe zugelassen. Damit sind viele als bedenklich eingestufte Stoffe darin schon mal sicher nicht enthalten.

     

    Frisch und natürlich

    Da – zumindest in der Theorie – wohl beinahe jeder sich gesund ernähren möchte, lautet die berechtigte Frage: Wie ist eine gesunde Ernährung praktikabel und umsetzbar? Gerade wer einen stressigen Alltag hat oder viel unterwegs ist, der weiß, dass gesund Essen schnell in den Hintergrund rückt. Kurz gesagt sind es die naturbelassenen Dinge wie Obst und Gemüse „am Stück“, die nach wie vor essenzieller Bestandteil einer gesunden Ernährung sein sollten. Warum daher nicht bewusst darauf achten, sich für unterwegs wieder öfter mal einen Apfel als Snack einzupacken, statt auf eine ungesunde Alternative zurückzugreifen? Frisches Gemüse ist zudem schnell als gesunde und leckere Beilage zu Fisch und Fleisch zubereitet. Wer das selbst erledigt, kann auch wirklich sicher sein, dass keine unerwünschten Geschmacksverstärker, Zucker oder Salz und andere Gewürze im Übermaß in das Essen gelangen.

     

    Praxistipp

    Gerade wenn die Kinder aus dem Haus sind und man nicht mehr jeden Tag pünktlich zur Mittagszeit kochen muss, neigt man dazu, die gesunde Ernährung „schleifen zu lassen“. Hier gibt es einen ganz einfachen Tipp: Wer seine guten Kochgewohnheiten beibehält, kann sich wunderbar bevorraten, indem die Mahlzeiten portionsweise eingefroren werden. So hat man ohne viel Aufwand eine gesunde und ausgewogene Auswahl parat, deren Inhaltsstoffe man kennt. Auf einen schnellen, fettreichen und überwürzten Imbiss kann dann getrost verzichtet werden. Denn seien wir mal ehrlich: Am leckersten schmeckt doch, was wir selbst zubereitet haben!

     

     

     

     

    Foto: © Pauli N./fotolia.de

     

     



    Redaktion, 09.11.2017


lya2017 0 | 09.11.2017, 16:48

  • lya2017
  • Danke, du sprichst mir aus der Seele.
    Nachdem ich einen Artikel über die vielen unnötigen Zusatzstoffe las,
    bereite ich seit langem unser und nun nur noch mein Essen frisch zu.
    Kaufe das Gemüse auf dem Frischmarkt und Fleisch frisch geschlachtet.
    Das schmeckt einfach besser und die Zubereitung nimmt keineswegs mehr Zeit in Anspruch. Notfalls mal auf Tiefkühlprodukte (Gemüse oder Obst) zurückgreifen ist auch kein Problem.
    Aber Fertiggerichte sind tabu!
    Auch kann man zuviel Zubereitetes einfrieren. Dann ist immer mal schnell was Leckeres auf dem Tisch.

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